Philippinen: Erdbeben fordert Todesopfer und Verletzte
Das Erdbeben der Stärke 7,8 ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Montag, 8. Juni. Laut Behörden gibt es mindestens 15 Tote und über 100 Verletze. Das Beben fand auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen statt, in einigen Küstenabschnitten löste es zudem Tsunami-Wellen von bis zu einem Meter Höhe aus. Die schwersten Schäden seien in der Region SoCCSKSarGen und in der Provinz West-Davao entstanden.
Evakuierungen und Rettungsmaßnahmen
Das Epizentrum des Bebens lag vor der Küste von General Santos City und führte zum Einsturz mehrerer Gebäude, zu Schäden an der Infrastruktur und zu Stromausfällen in den betroffenen Gebieten. Die Tsunami-Wellen veranlassten Präsident Ferdinand Marcos Jr., die Evakuierung der am stärksten gefährdeten Gebiete anzuordnen und den Schulbetrieb in den betroffenen Provinzen auszusetzen. Das Gebiet gehört zu den seismisch aktivsten Regionen der Philippinen, da es auf geologisch instabilen Platten liegt.
Tsunami-Warnungen waren auch in Indonesien, Malaysia und Japan ausgegeben worden. Im Laufe des Vormittags hob die philippinische seismologische Behörde Phivolcs die Warnung jedoch wieder auf und erklärte, dass die nach dem Beben registrierten Schwankungen des Meeresspiegels nicht ausreichten, um weitere Schäden zu verursachen. Die Rettungsmaßnahmen in den am stärksten betroffenen Gebieten gehen unterdessen weiter. Zeitgleich prüfen die Behörden, ob sich unter den Trümmern der eingestürzten Gebäude Vermisste befinden. In den Stunden nach dem Hauptbeben wurden zahlreiche Nachbeben registriert, von denen einige sehr stark waren.
Beschädigung der Notre Dame of Dadiangas-Universität
Das Erdbeben ereignete sich genau am Tag der Wiedereröffnung der öffentlichen Schulen nach den Sommerferien. An mehreren Orten unterbrach das Beben die Flaggenzeremonien am ersten Schultag, und über hundert Schüler erlitten bei der Flucht aus den Gebäuden Prellungen.
Zu den beschädigten Gebäuden gehört auch die katholische Notre Dame of Dadiangas University, eine der wichtigsten katholischen Bildungseinrichtungen auf Mindanao. Eines der Universitätsgebäude sei eingestürzt, es befanden sich zum Zeitpunkt des Bebens jedoch keine Personen darin. Dies bestätigte auch der Präsident der Universität, Manuel de Leon. Zudem betraf der Einsturz offenbar ein Gebäude des Integrated Basic Education Department (IBED) der Universität, ein Bereich, der die Primar- und Sekundarstufe umfasst.
Auch der Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit am Lake Sebu wurde beschädigt. Beiträge der philippinischen Bischöfe auf X zeigten eine große eingestürzte Freiluftstatue.
(vatican news – nm)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..