Sri Lanka: Todesurteile nach Osteranschlägen
Am Ostersonntag, dem 21. April 2019, verübten Attentäter eine Serie koordinierter Anschläge auf drei Kirchen und mehrere Hotels in Sri Lanka. Mehr als 260 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter auch 42 ausländische Staatsbürger. Hunderte weitere wurden verletzt. Ziel der Anschläge waren unter anderem die katholischen Kirchen St. Sebastian in Katuwapitiya und St. Anthony in Colombo.
Mehr als sieben Jahre nach den verheerenden Osteranschlägen wurde gegen den früheren Polizeichef Pujith Jayasundara und den ehemaligen Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Hemasiri Fernando, nun die Todesstrafe verhängt.
Jayasundara und Fernando waren 2022 von einem aus drei Richtern bestehenden Gericht in denselben Anklagepunkten freigesprochen worden. Nachdem das Oberste Gericht eine Neuverhandlung angeordnet hatte, wurde der Prozess im März erneut aufgenommen.
Hintermänner weiter unbekannt...
Die katholische Kirche Sri Lankas betonte, dass die Hintermänner der Anschläge weiterhin nicht vollständig bekannt seien. Sie fordert eine umfassende Aufklärung darüber, wer die Massaker tatsächlich geplant und organisiert hat.
Auch Angehörige der Opfer reagierten mit gemischten Gefühlen auf das Urteil. Rupika Rosario, deren Tochter Fathima Asla bei dem Angriff auf die katholische Kirche in Katuwapitiya getötet wurde, erklärte, keine Strafe könne die verlorenen Angehörigen zurückbringen. Gleichzeitig sei die Verurteilung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gerechtigkeit.
Hintergrund
In Sri Lanka besteht zwar weiterhin die Todesstrafe, sie wird allerdings seit Jahren nicht mehr vollstreckt. Stattdessen werden Todesurteile üblicherweise in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.
(asianews - skr)
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