Kolumbien: Erbeben beschädigte Hunderte Kirchen
„Abgerissene Dächer, eingestürzte Türme oder Risse über ganze Mauern: Mehr als 200 Kirchen und Kathedralen sind vom Erdbeben betroffen", sagte Rueda der Zeitung „El nuevo Siglo". Viele, auch unter den historisch bedeutendsten, müssten abgerissen werden.
Das Beben vom 10. August habe unter anderem die Kathedrale „Nuestra Señora del Rosario" in Manizales stark beschädigt. Die Kuppel sei zerstört, einer der Türme nach innen eingestürzt, das Mauerwerk zeige Risse. „Die Beschädigung dieses Wahrzeichens der Stadt hat bei den Einwohnern große Bestürzung ausgelöst", so Rueda.
Videos vom Erdbeben, die den Teil-Einsturz des Kirchturms zeigen, gingen in den Sozialen Netzwerken viral. Bis technische Untersuchungen vorliegen und die Sanierungsarbeiten beginnen können, bleibt das Gotteshaus geschlossen. Die ohnehin schon bestehende Armut habe sich in dem Katastrophengebiet noch einmal verschärft, so der Kardinal. Die Menschen hätten darauf mit Solidarität und gegenseitiger Hilfe reagiert.
Kolumbiens rechtsgerichteter Ex-Präsident Álvaro Uribe rief unterdessen zu einer ungewöhnlichen Aktion auf. Pferdebesitzer und Reiter sollten sich einer Kampagne seiner Partei „Demokratisches Zentrum" anschließen, bei der 100 gespendete Pferde verlost werden sollen, um Mittel für den Wiederaufbau von Kirchen und Klöstern zu sammeln. „Für jede Regierung ist es schwierig, Mittel für die Kirchen bereitzustellen", sagte der ehemalige Staatschef. „Deshalb werden wir uns selbst darum bemühen, zu helfen."
(vatican news – gs)
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