Kolumbien: Sorge um Friedensprozess und Menschenrechte
Dies erklärte Pax Christi in der Nacht zum Donnerstag in Berlin. Auch die Sicherheit von Menschenrechtsverteidigern, Journalisten und Oppositionellen bereite Sorgen.
Ende des Dialoges angekündigt
Eines von de la Espriellas Wahlversprechen war demnach, die aus dem Abkommen entstandene Sondergerichtsbarkeit für den Frieden abzuschaffen und alle laufenden Verhandlungen mit bewaffneten Gruppen zu beenden. Zudem habe er den Austritt aus den Vereinten Nationen und der Organisation Amerikanischer Staaten (OEA) angekündigt. Schon in der Vergangenheit sei der neue Präsident wiederholt juristisch und verbal gegen kritische Journalisten vorgegangen.
Bundesregierung muss weiter unterstützen
Pax Christi und die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes Deutschland appellieren an die Bundesregierung, das Abkommen „angesichts der sich verschärfenden menschenrechtlichen, aber auch prekären humanitären Lage in einigen Regionen des Landes“ weiter politisch und finanziell zu unterstützen, „mindestens im bisherigen Umfang“.
Dank einer starken Zivilgesellschaft und des Engagements von Überlebenden des Konflikts habe Kolumbien in den vergangenen Jahren große demokratische Errungenschaften erzielt, etwa einen Aktionsplan für Menschenrechte, so die Friedensorganisation; und weiter: „Eine starke Zivilgesellschaft ist Zeichen einer starken Demokratie.“
(kna - pr)
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