Nigeria: Islamisten entführen Teilnehmer an Freitagsgebet
Das berichtet die Nachrichtenagentur afp. Kurz nach dem Ende des Gebets griff nach ihren Angaben eine bewaffnete Gruppe mit Gewehren, Messern und Macheten die Versammelten in einem Dorf des Verwaltungsbezirks Borgu an. Die genaue Bilanz des Überfalls ist noch nicht bekannt.
Das bevölkerungsreichste Land Afrikas hat seit 17 Jahren mit einem Aufstand zu kämpfen, der von dschihadistischen Gruppen angeführt wird. Diese Gruppen haben Entführungen zu einer ihrer wichtigsten Taktiken gemacht– insbesondere die Entführung von Hunderten von Schülerinnen in der Stadt Chibok im Jahr 2014. Der Aufstand konzentriert sich auf den Nordosten des Landes. Dort sind die Gruppen „Boko Haram“ und „Islamischer Staat“ nach wie vor mächtig.
Tragisches Schiffsunglück in Sokoto
Derweil ist es im Bundesstaat Sokoto im Nordwesten von Nigeria zu einem tragischen Schiffsunglück gekommen. Dabei starben mindestens 46 Menschen, darunter auch Kinder; 16 Menschen werden vermisst. An Bord des Schiffs befanden sich etwa 77 Personen, die hauptsächlich zu landwirtschaftlichen Feldern unterwegs waren. 15 Personen konnten gerettet werden. Die Ursachen des Unfalls sind noch nicht geklärt.
Vor dem Hintergrund von Unsicherheit und tiefgreifenden sozialen Unruhen hat in Nigeria der Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen am 16. Januar 2027 begonnen. Präsident Bola Tinubu strebt eine Wiederwahl an, nachdem seine Amtszeit von wirtschaftlichen Reformen geprägt war, aber auch von steigenden Lebenshaltungskosten und anhaltender Gewalt. Ihm gegenüber steht eine zersplitterte Opposition mit 18 Kandidaten.
(afp/vatican news – sk)
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