Wallfahrtsort Virgen de los Treinta y Tres in Uruguay, das erste Land, das Papst Leo auf seiner Südamerika-Reise besucht Wallfahrtsort Virgen de los Treinta y Tres in Uruguay, das erste Land, das Papst Leo auf seiner Südamerika-Reise besucht 

Südamerikas Ortskirchen freuen sich auf Papstbesuch

Mit großer Freude haben die katholischen Ortskirchen in Südamerika auf die Ankündigung der Apostolischen Reise von Papst Leo XIV. nach Uruguay, Argentinien und Peru reagiert. Die Peruanische Bischofskonferenz sprach von einem „wahren Geschenk“ für das Land und rief die Gläubigen dazu auf, sich geistlich auf den Besuch vorzubereiten.

 

Die Reise des Papstes biete die Gelegenheit, „den Glauben zu erneuern, die Hoffnung zu stärken und als Kirche im Dienst des Evangeliums gemeinsam voranzugehen“, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Carlos García Camader von Lurín in einem auf der Seite der Bischofskonferenz veröffentlichten Statement. Die Kirche in Peru lade alle Gläubigen und „alle Menschen guten Willens“ ein, den Besuch im Gebet zu begleiten, damit er für das ganze Land zu einer Zeit der Gnade werde und Gemeinschaft sowie Hoffnung stärke.

Auch Kardinal Carlos Castillo, Erzbischof von Lima, sprach gegenüber Vatican News von einer „großen Erwartung und Hoffnung“. Der Papst werde in Peru nicht nur als Oberhaupt der katholischen Kirche, sondern als „wahrer Freund der Menschen“ empfangen. Gerade angesichts von Gewalt, organisierter Kriminalität und sozialer Ungleichheit könne seine Präsenz neue Zuversicht schenken und das Engagement für Gerechtigkeit und Solidarität stärken.

Die Kathedrale von Chiclayo
Die Kathedrale von Chiclayo

Auf den vier peruanischen Stationen der Reise – Lima, Chiclayo, Cusco und Pucallpa – haben die Vorbereitungen bereits begonnen. Lokale Organisationskomitees arbeiten an den liturgischen Feiern und pastoralen Begegnungen. Beteiligt sind Jugendliche, Frauen, indigene Gemeinschaften und zahlreiche kirchliche Initiativen. Castillo verlieh insbesondere seiner Hoffnung darauf Ausdruck, dass von dem Papstbesuch eine Botschaft der Geschwisterlichkeit und des Friedens ausgehen werde, die dem von Unsicherheit und gesellschaftlichen Spannungen geprägten Land neue Orientierung geben könne.

Gebet in Luján (Archivbild)
Gebet in Luján (Archivbild)   (AFP or licensors)

Auch in Argentinien wird der Papst mit großer Spannung erwartet. Der Vorsitzende der Argentinischen Bischofskonferenz, Erzbischof Marcelo Colombo von Mendoza, sprach von einem „lange erwarteten Besuch“. Die Vorbereitungen hätten bereits vor der offiziellen Bestätigung begonnen und seien bewusst nicht nur organisatorisch, sondern vor allem pastoral angelegt worden. Die Reise des Papstes werde eine Botschaft des Friedens, der Menschenwürde, der kirchlichen Erneuerung und der Hoffnung bringen, zeigte sich Colombo überzeugt. Ein besonderer Höhepunkt werde der Besuch des Marienwallfahrtsortes Luján sein, an dem bereits der damalige Kardinal Jorge Mario Bergoglio häufig betete.

Wallfahrt zur „Virgen de los Treinta y Tres“ in Florida/Uruguay
Wallfahrt zur „Virgen de los Treinta y Tres“ in Florida/Uruguay

Als „Geschenk“ und „Segen“ bezeichnete der Vorsitzende der Uruguayischen Bischofskonferenz, Bischof Milton Tróccoli, die erste Papstreise nach Uruguay seit dem Besuch Johannes Pauls II. Vor allem in einem stark säkularisierten Land könne Leo XIV. den Glauben stärken, den Evangelisierungsauftrag der Kirche neu beleben und zugleich der gesamten Gesellschaft Hoffnung schenken. Der Papst werde als Bote des Friedens, der Versöhnung und der Einheit erwartet. Besonders freut sich die Ortskirche darauf, dass Leo XIV. am Fest der „Virgen de los Treinta y Tres“, der Schutzpatronin Uruguays, am Nationalheiligtum beten wird.

(vatican news - py/ssf/cs)

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05. August 2026, 16:34