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D: Missbrauchs-Studie zu Paderborn erscheint im März

Die unabhängige kirchenhistorische Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn wird am Donnerstag, 12. März, von der Uni Paderborn veröffentlicht und vorgestellt.

Das teilte der Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Religionsgeschichte an diesem Freitag mit. Die Studie wurde dort seit 2019 erarbeitet; sie untersucht die Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt (1941-2002). Ein Großteil der bekannten Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn fällt in diesen Zeitraum.

Die kirchenhistorische Studie wurde, wie das Bistum am Freitag eigens unterstreicht, unabhängig erstellt. „Es ist uns wichtig, die wissenschaftliche Arbeit und deren Ergebnisse zu würdigen“, erklärt Erzbischof Udo Markus Bentz, der aus dem Bistum Mainz stammt und seit 2024 Erzbischof von Paderborn ist. Bentz selbst war maßgeblich am Zustandekommen der Missbrauchs-Studie für das Bistum Mainz beteiligt, die 2023 erschienen ist.

Erzbischof Bentz von Paderborn
Erzbischof Bentz von Paderborn

„Das Thema Missbrauch ist ein Teil der Wirklichkeit unserer Kirche. Und es ist wichtig, darüber gemeinsam zu reden“

Einen Tag nach der Präsentation durch die Uni wird das Erzbistum Paderborn die Studie auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung einordnen. Beim Jahrestreffen von betroffenen Menschen im Erzbistum Paderborn am gleichen Tag möchte Bentz mit den Betroffenen in Austausch über die Studienergebnisse gehen. Außerdem wird es unmittelbar nach Veröffentlichung der Studie drei Regionalveranstaltungen zum Thema Missbrauchsstudie in Dortmund, Schmallenberg und Rheda-Wiedenbrück geben.

„Die Veröffentlichung der Studie bewegt und verunsichert viele Menschen“, Erzbischof Bentz. „Wir möchten mit möglichst vielen ins Gespräch kommen über die Ergebnisse. Das Thema Missbrauch ist ein Teil der Wirklichkeit unserer Kirche. Und es ist wichtig, darüber gemeinsam zu reden.“ 2023 wurde die kirchenhistorische Studie um die Amtszeit von Erzbischof em. Hans-Josef Becker (2003-2022) erweitert – die Ergebnisse dieses Teilprojekts werden voraussichtlich 2027 veröffentlicht.

(vatican news – sk)
 

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06. Februar 2026, 12:33