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Bundeskanzler Merz am Donnerstag in Doha Bundeskanzler Merz am Donnerstag in Doha 

D: Hilfswerk erinnert Merz an Bedeutung der Menschenrechte

„Eine Politik, die wirtschaftliche Interessen ohne klare Werteorientierung verfolgt, untergräbt am Ende ihre eigenen Ziele.“

Das schreibt der Präsident des katholischen Hilfswerks missio Aachen, Dirk Bingener, in einer Stellungnahme für den Internetauftritt katholisch.de. Der Geistliche kritisiert, dass der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) das Thema Menschenrechte bei seinen jüngsten Auslandsreisen nach Indien, Katar und Saudi-Arabien kaum angesprochen habe. „Wirtschaftliche Fragen stehen im Vordergrund, Menschenrechte kaum.”

Politische Glaubwürdigkeit leidet

Dadurch leidet aus Bingeners Sicht zunächst die politische Glaubwürdigkeit: „Wer Menschenrechtsverletzungen nur dort anprangert, wo es wenig kostet, misst mit zweierlei Maß.“ Das werde international „sehr genau wahrgenommen“. Außerdem seien Menschenrechte „kein Luxus für stabile Zeiten“.

Dirk Bingener mit Sternsingern
Dirk Bingener mit Sternsingern

Menschenrechte sind Fundament

„Menschenrechte sind kein Luxus für stabile Zeiten“

Bingener wörtlich: „Wo Minderheiten unter Druck geraten, Meinungsfreiheit eingeschränkt und rechtsstaatliche Prinzipien ausgehöhlt werden, wachsen Spannungen. Konflikte und Fluchtbewegungen sind die Folge.“ Das gefährde langfristig auch die politische Stabilität und damit genau jene wirtschaftlichen Beziehungen, die man sichern wolle.

Wer auf verlässliche Partnerschaften setze, komme „an einer wertegeleiteten Außenpolitik nicht vorbei“, befindet der Chef von missio Aachen. „Menschenrechte sind kein Störfaktor der Außen- und Wirtschaftspolitik. Sie sind ihr Fundament.“

(katholisch.de – sk)
 

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06. Februar 2026, 10:18