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Beim Welttreffen der Familien am 2.6.2012 in Mailand Beim Welttreffen der Familien am 2.6.2012 in Mailand 

Deutsche Bischöfe: Amoris laetitia richtungsweisendes Schreiben

Die deutschen Bischöfe haben zehn Jahre nach Amoris laetitia von Papst Franziskus dessen Bedeutung für die Ehe- und Familienpastoral gewürdigt.

„Die Weltsynoden zur Familie 2014 und 2015 und das daraus hervorgegangene Dokument Amoris laetitia haben die Ehe- und Familienpastoral neu ausgerichtet“, so Erzbischof Heiner Koch von Berlin, Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, in einer Mitteilung vom 19. März. Diese Arbeiten ermutigten die Kirche, „Paare ein Leben lang zu begleiten, angefangen bei der Ehevorbereitung über die Feier des Sakraments bis zur Begleitung in den täglichen Herausforderungen des Zusammenlebens“: Diese Begleitung gelte „allen Paaren“, so der Berliner Erzbischof. Am 19. März 2016 hatte Papst Franziskus das Nachsynodale Schreiben unterzeichnet.

Begleiten, unterscheiden und eingliedern

Im Mittelpunkt stehe dabei die Wertschätzung von Ehe und Familie als zentrale Orte für Kirche und Gesellschaft. Gleichzeitig fordere das Schreiben, die konkrete Lebensrealität der Menschen ernst zu nehmen und ihnen mit Barmherzigkeit zu begegnen – auch in schwierigen oder „irregulären“ Situationen, erinnern die deutschen Bischöfe, die darauf aufbauend Leitlinien und konkrete pastorale Ansätze entwickelt haben. Besonders wichtig sei dabei der Ansatz „begleiten, unterscheiden und eingliedern“.

Insgesamt habe Amoris laetitia die kirchliche Praxis nachhaltig geprägt, Diskussionen angestoßen und zu einer stärker lebensnahen, unterstützenden Seelsorge geführt. Außerdem würdigen die Bischöfe das Dokument und seine Genese als wichtigen Impuls für den heutigen synodalen Stil der Kirche.

(pm - cs)

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19. März 2026, 11:44