D: Bischof fordert einheitliche politische Haltung der Kirche
Auch wenn der Kernauftrag der Kirche sei, den Glauben zu verbreiten, so gehe es schon in der Bibel politisch zu. Bereits der Auftrag an Mose, sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten zu führen, sei hochpolitisch, so der Bamberger Erzbischof bei einer Veranstaltung zur Politischen Gestaltungskraft der Religion in der Konrad-Adenauer-Stiftung. Mitveranstalter war das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).
Einheitliche Haltung der Kirche
Gleichzeitig betonte Gössl, dass politische Positionen der Kirche mit einer klaren, gemeinsamen und einheitlichen Stimme geäußert werden sollten. Als positives Beispiel nannte er dabei die die im Februar 2024 veröffentlichte Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Titel „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar".
Zudem beklagte Gössl eine mangelnde Kompromissbereitschaft. Dies sei eine generelle gesellschaftliche Schwierigkeit, die sich auch auf die Kirche auswirke.
(kna – cf)
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