D: Kölner Dom verlangt künftig Eintritt von Touristen
Dompropst Guido Assmann erklärte am Donnerstag, die finanzielle Lage der Kathedrale müsse verbessert werden. Der genaue Eintrittspreis stehe allerdings noch nicht fest. Für Gottesdienste und persönliches Gebet solle der Zugang weiterhin kostenlos bleiben. „Dafür werden wir Bereiche schaffen“, so Assmann zum WDR. Die Gläubigen könnten diese Bereiche einfach betreten und wären von reinen Besichtigungszonen abgetrennt.
Angespannte finanzielle Situation
Der Kölner Dom ist mit rund sechs Millionen Besuchern pro Jahr das am meisten besuchte Gebäude Deutschlands. In den vergangenen Jahren schrieb die Kathedrale jedoch mehrfach Defizite. Besonders im Corona-Jahr 2020 lag das Minus bei etwa 2,2 Millionen Euro. Steigende Kosten bei gleichbleibenden Zuschüssen von Kirche, Land und Stadt verschärften die Situation. Rücklagen, um die finanziellen Lücken zu schließen, sind laut der Domverwaltung in absehbarer Zeit verbraucht.
Eine Eintrittsgebühr für Kirchen ist in Deutschland eher unüblich. Eine Ausnahme bildet der protestantische Berliner Dom, der für Besichtigungen Eintritt verlangt. International sind solche Gebühren hingegen verbreitet, etwa in der Sagrada Família in Barcelona oder beim Stephansdom in Wien.
(kna – cf)
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