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D: Katholiken-Komitee warnt vor AfD

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Christian Gärtner, bewertet die AfD als „brutal kirchen- und christentumsfeindlich“.

Gärtner sagte bei der Mitgliederversammlung des höchsten katholischen Laiengremiums im Freistaat am Samstag in Augsburg, die AfD brauche das Christentum lediglich als einen „aufgeblasenen Ballon“, nach dem Motto: „Wir verteidigen das christliche Abendland“.

Wenn es aber konkret werde, werde die Kirche als „Regenbogen-Kirche“ diffamiert, ergänzte Gärtner. Auch gebe es aus der Partei Bestrebungen, die Kirchensteuer und Staatsleistungen für die Kirche abzuschaffen. „Und da müssen wir aufpassen.“

Gärtner ergänzte, besonders die katholische Kirche in Sachsen-Anhalt stehe in dieser Hinsicht unter Druck. Dort könne es im Herbst nach den Landtagswahlen zu einer AfD-geführten Landesregierung kommen. „Wir müssen schauen, wie wir unsere katholischen Geschwister in Sachsen-Anhalt dann unterstützen.“


Kooperation mit Demokratie-Zentrum

Der Landeskomitee-Vorsitzende sagte, nach den bayerischen Kommunalwahlen vom März säßen in den entsprechenden Gremien deutlich mehr AfD-Abgeordnete als zuvor. Ihn treibe die Sorge um, wie dort künftig Debatten liefen. Denn bisher habe man auf lokaler und regionaler Ebene allgemein auch über Parteigrenzen hinweg gut im Sinne des Gemeinwohls zusammengearbeitet.

Das dürfte wegen des AfD-Zuwachses schwieriger werden, so Gärtner. „Das Miteinander über Parteigrenzen hinweg ist das eigentlich Gefährdete.“ Und weiter: „Wir wollen die Leute fitmachen, wie sie damit umgehen können.“ Gärtner kündigte an, das Landeskomitee wolle in dieser Hinsicht verstärkt mit dem Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern zusammenarbeiten.

(kna – sk)

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26. April 2026, 11:16