D: Den Ausstieg aus den Fossilen nicht länger vertagen
Mehr als 50 beteiligte Staaten hätten deutlich gemacht, dass der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas nicht länger vertagt, sondern konkret ausgestaltet werden solle, so das deutsche Hilfswerk in einer Pressemitteilung an diesem Donnerstag. Die von Kolumbien und den Niederlanden initiierte Konferenz verstand sich als Ergänzungsformat zu den stockenden UN Klimaverhandlungen und knüpfte an die auf der COP28 im Jahr 2023 gefassten Beschlüsse zum fossilen Ausstieg an.
Laut Misereor zeigen die aktuellen geopolitischen Krisen – etwa der Iran-Krieg und die Spannungen rund um die Straße von Hormus – eindrücklich, wie risikoreich die weltweite Abhängigkeit von fossilen Energien ist. „Der Ausstieg aus fossilen Energien ist keine Frage des Ob mehr, sondern des Wie“, so Madeleine Wörner von Misereor. „Santa Marta und der wachsende internationale Zuspruch für die Vorreiter-Koalition zeigen, dass die politischen Weichen für einen weltweiten fossilen Ausstieg gestellt sind und dieser Prozess nun an Dynamik gewinnen wird.“
In Santa Marta wurden erstmals systematisch zentrale Dimensionen eines gerechten Übergangs von der fossilen zur regenerativen Energienutzung zusammengeführt – von Menschenrechten und sozialen Folgen bis hin zu möglichen Investorenklagen und zur historischen Verantwortung reicher Staaten. Aus Sicht der Zivilgesellschaft geht es dabei um weit mehr als Klimapolitik: Der Übergang weg von Kohle, Öl und Gas sei auch eine Frage von Menschenrechten und Zukunftssicherheit.
(misereor – sk)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.