D: Caritas fordert Kurskorrektur bei gesetzlichen Heizungsvorgaben
Die Verbandschefin betonte, dass die gegenwärtige Energiekrise die Risiken einer dauerhaften Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verdeutlicht habe.
Ein zentraler Kritikpunkt des Wohlfahrtsverbandes betrifft die vorgesehene Grüngasquote. Diese Regelung sieht vor, eine Mindestquote für nachhaltige Brennstoffe einzuführen, die über einen festgelegten Zeitraum ansteigen soll. Da Gas- und Ölheizungen unter diesen Bedingungen weiterhin zulässig blieben, bewertet die Caritas dieses Instrument als klimapolitisch wirkungsschwach. Welskop-Deffaa erklärte dazu, dass sie die in diese Quote gesetzten Hoffnungen nicht teile.
Regenerative Energiesysteme
Der Verband drängt stattdessen auf einen verbindlichen Wechsel zu regenerativen Energiesystemen. Nach Ansicht der Präsidentin führen Anreize für fossile Energien zu Nachteilen für das Klima und belasten gleichzeitig Bezieher geringer Einkommen. Welskop-Deffaa konstatierte hierzu wörtlich: „Wer Anreize für fossile Energien erhält, erweist Menschen mit wenig Einkommen ebenso wie dem Klima einen Bärendienst.“
Der Deutsche Caritasverband agiert als Dachorganisation katholischer Sozialeinrichtungen und stellt mit etwa 700.000 hauptamtlichen Mitarbeitern den größten privaten Arbeitgeber in Deutschland dar. Neben der praktischen Hilfe für Menschen in Not nimmt der Verband regelmäßig Stellung zu sozial- und umweltpolitischen Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene, um die Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in die politische Debatte einzubringen.
(kna - mg)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.