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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, wurde am 21. Juni 2026 in sein neues Amt als Bischof von Münster eingeführt Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, wurde am 21. Juni 2026 in sein neues Amt als Bischof von Münster eingeführt 

Bischof Wilmer: Erste Predigt nach der Amtseinführung

„Unsere Zeit ist unruhig geworden“, sagte Wilmer in seiner ersten Predigt als Bischof von Münster. „Wir sind hin- und hergerissen zwischen einem tiefen Verlangen nach Sinn, nach Dauer, nach Ewigkeit - und einer Wirklichkeit, die sich oft im Augenblick verliert.“ Der Ordensmann ermutigte dazu, sich zum Glauben zu bekennen.

Über das Thema des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche sprach Wilmer nicht direkt. Er erinnerte jedoch an die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848), die aus der Diözese Münster stammt, und ihre Erzählung „Die Judenbuche“. Die Stimme von Gewaltopfern berühre auch heute noch, sagte Wilmer. „Es sind die Geschichten von Überlebenden von Machtmissbrauch. Geschichten, die lange nicht gehört wurden. Geschichten, die uns nicht in Ruhe lassen dürfen.“

In einem Grußwort nach dem Gottesdienst rief Ministerpräsident Wüst die Kirche auf, sich Extremisten entgegenzustellen. „Extremisten und Spalter haben es dort immer schwer, wo der Zusammenhalt groß ist“, sagte Wüst. Die Kirchen hätten diese Kraft.

An der Feier im Dom nahmen zahlreiche Gäste aus Politik und Kirche teil, neben Wüst auch die stellvertretende niedersächsische Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg (Grüne). Die Glückwünsche der Deutschen Bischofskonferenz überbrachte Wilmers Stellvertreter, Bischof Michael Gerber.

(kap-skr)
 

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21. Juni 2026, 16:44