Pfarrer Johannes Laichner wird neuer Nationaldirektor von Missio Österreich
Laichner, Priester der Diözese Innsbruck, war bisher Innsbrucker Missio-Diözesandirektor. Wallner würdigte seinen Nachfolger mit den Worten: „Pfarrer DDr. Johannes Laichner ist es gelungen, als junger dynamischer Diözesandirektor in seiner Tiroler Heimatdiözese großes Interesse für die Weltkirche zu wecken! Er hat in Kamerun vor Ort erlebt, wie die Kirche in Afrika tickt: Er kennt ihre innige frohe Gläubigkeit ebenso wie die Herausforderungen durch Armut, medizinischer Unterversorgung und Analphabetismus." Er freue sich „über diese Personalentscheidung des Heiligen Stuhles sehr" und wünsche seinem Nachfolger „Gottes reichsten Segen!“, erklärte der scheidende Missio-Nationaldirektor in einer Presseaussendung. Zisterzienserpater Karl Wallner wird zum Ende seiner Amtszeit in sein Heimatkloster Stift Heiligenkreuz zurückkehren und dort „neue Aufgaben" übernehmen, hieß es ohne Angabe weiterer Details. Das Kloster war jüngst auch vom Vatikan beaufsichtigt worden; die Apostolische Visitation im Stift Heiligenkreuz ist seit April 2026 abgeschlossen.
Zur Person: Johannes Laichner
Mit Johannes Laichner übernimmt ein Priester die Leitung von Missio Österreich, der Seelsorge, Wissenschaft und weltkirchliches Engagement miteinander verbindet. Geboren 1982 in Tirol, maturierte er am Stiftsgymnasium Stams und studierte anschließend an der Universität Innsbruck Katholische Fachtheologie sowie Klassische Archäologie.Nach ersten pastoralen Erfahrungen in mehreren Tiroler Pfarren wurde er 2007 zum Diakon geweiht und absolvierte einen Studienaufenthalt am Collegio Teutonico in Rom. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn zu zwei Promotionen: 2008 in Katholischer Theologie mit Schwerpunkt Sakramententheologie und 2011 in Klassischer Archäologie mit Fokus auf frühchristliche Archäologie. Am 29. Juni 2008 wurde er schließlich im Dom St. Jakob zu Innsbruck zum Priester geweiht.
Weltkirchliche Erfahrung bei Missio - Buch zu Engelbert Kolland
Bereits seit Oktober 2019 ist Johannes Laichner als Missio-Diözesandirektor der Diözese Innsbruck tätig. In dieser Funktion lernte er die weltweite Arbeit der Päpstlichen Missionswerke aus nächster Nähe kennen und stand in engem Austausch mit Projektpartnern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Mehrere Projektbesuche führten ihn in Länder des Globalen Südens, wo Missio Bildungs-, Sozial- und Pastoralprojekte unterstützt. Mit dem Wechsel an die Spitze von Missio Österreich wird er sein Amt als Diözesandirektor niederlegen. Neben seinem weltkirchlichen Engagement wirkte Laichner als Leiter des Seelsorgeraums Inntal und betreute als Pfarrer die Gemeinden Roppen, Mils bei Imst, Karres und Karrösten. Mit seinem Wechsel nach Wien wird er diese Aufgaben ebenfalls übergeben. Auch publizistisch setzte er Akzente: Anlässlich der Heiligsprechung des Tiroler Missionars und Märtyrers Engelbert Kolland veröffentlichte er das Buch „Den Esel also mache ich!“, das Leben und Wirken des Franziskaners nachzeichnet, der im 19. Jahrhundert als Missionar von Tirol nach Syrien ging und dort den Märtyrertod erlitt.
Die Päpstlichen Missionswerke
Die Päpstlichen Missionswerke unterstützen jährlich mehr als 740 pastorale, medizinische, soziale und Bildungsprojekte in den ärmsten Regionen der Welt und fördern die weltweite Solidarität innerhalb der katholischen Weltkirche. Pater Karl Wallner scheidet nach zwei Amtsperioden laut internationalen Statuten der Päpstlichen Missionswerke mit insgesamt zehn Jahren als Nationaldirektor aus. Unter seiner Leitung entwickelte sich Missio Österreich zu einer der sichtbarsten katholischen Hilfs- und Missionsorganisationen des Landes und zu einer der zehn größten Spendenorganisationen Österreichs.
(pm - sst)
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