D: Friedens-Initiative schickt weiße Fahne an Papst Leo
Die Fahne ist mit den Worten „Nie wieder Krieg“ beschriftet; die Fahnenstange, ein Ast aus Lärchenholz, stammt aus einem Bombentrichter des Zweiten Weltkriegs in Siershahn (Rheinland-Pfalz). Mit dem Präsent will die deutsche „Initiative gegen Gewalt“ das Engagement des US-Papstes für Frieden in der Welt ehren.
Das vatikanische Staatssekretariat bestätigte in einem Brief vom 24. Juni den Eingang des Präsents und bedankte sich „für diese aufmerksame Gabe“.
„Nie wieder Krieg“
Ursprünglich wollte eine Gruppe der Initiative, darunter Julian Aicher, ein Neffe von Hans und Sophie Scholl, die Friedensfahne dem Papst bei einer Generalaudienz Anfang September letzten Jahres überreichen. Es gelang ihr aber nicht, dafür einen Platz in den vorderen Sitzreihen zugesagt zu bekommen; daraufhin verzichtete sie auf die Anreise nach Rom und beschloss, die Fahne stattdessen per Post an den Vatikan zu schicken.
Die Geschwister Scholl leisteten in der Münchner Gruppe „Weiße Rose“ Widerstand gegen den Nationalsozialismus und wurden deswegen 1943 hingerichtet.
„Leo XIV. hat von Anfang an deutlich gemacht, dass er den Friedenskurs seines Vorgängers Franziskus konsequent fortsetzen werde“, erklärte Johannes Heibel von der „Initiative gegen Gewalt“ gegenüber Radio Vatikan. Dass der Vatikan die Friedensfahne entgegengenommen habe, mache ihn „sehr, sehr glücklich und dankbar“. Heibel wörtlich: „Das gibt uns wieder Kraft, nicht aufzugeben und weiterzumachen“.
Siershahn sei gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, im März 1945, trotz starken Bombardements in der Region weitgehend von Zerstörungen verschont geblieben. Dafür fand einige Jahrzehnte lang nach dem 2. Weltkrieg jedes Jahr im Mai eine Dankwallfahrt statt.
(vatican news – sk)
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