D: Kirchliche Initiativen zur Stärkung demokratischer Teilhabe
Die Leiterin des Katholischen Büros in Schwerin, Birgit Stollhoff, betonte im Gespräch mit dem Kölner Domradio die gesellschaftliche Rolle der Kirchen bei der Vertretung christlicher Grundwerte. Trotz der statistischen Minderheitenposition der katholischen Kirche in der Region verfügten die kirchlichen Träger über Verbindungen zu Eltern, Jugendlichen und Schülern durch Kindertagesstätten, Schulen und Jugendverbände. Neben Aktionen wie der Kampagne „Nie wieder ist jetzt“ der Katholischen Jugend Mecklenburg setzen Wohlfahrtsverbände wie die Caritas auf Dialogangebote wie das Online-Format „Frust-O-Mat“, um Sorgen der Bevölkerung aufzugreifen.
Stollhoff hob hervor, dass sich kirchliches Handeln traditionell am Schutz vulnerabler und marginalisierter Gruppen orientieren müsse. Das Einstehen für Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt schließe eine Positionierung gegen diskriminierende oder rassistische Tendenzen ein. Trotz gestiegener Zustimmungswerte für extremistische Gruppierungen überwöge in der Gesellschaft weiterhin eine demokratische Mehrheit, weshalb die Aufklärungs- und Mobilisierungsarbeit in den Gemeinden fortgesetzt werde.
(domradio - mg)
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