Sie sollte Missbrauchsbetroffenen einen geschützten Raum bieten: die Online-Plattform BeNe. Sie sollte Missbrauchsbetroffenen einen geschützten Raum bieten: die Online-Plattform BeNe.  (ANSA)

D: Missbrauchsbetroffene nach Angriff auf kirchliche Website entsetzt

Nach einem unbefugten Zugriff auf die Vernetzungsplattform BeNe für Betroffene sexualisierter Gewalt im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Diakonie haben Vertretungen der Betroffenen eine umfassende Untersuchung gefordert. Detlev Zander vom kirchlichen Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt wies am Freitag in Hannover auf die physischen und emotionalen Belastungen hin, die ein solcher Vorfall für die Nutzer der geschützten Räume mit sich bringt.

Die EKD informierte am Mittwoch über das Schließen einer Sicherheitslücke im verwendeten Content-Management-System WordPress, auf die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hingewiesen hatte. Vermutlich griff ein automatisierter Bot auf die Plattform zu. Nach Einschätzung der EKD ist ein Datenabfluss in größerem Umfang wahrscheinlich, wovon auch verschlüsselte Passwörter, Forenbeiträge und private Nachrichten betroffen sein könnten. Das genaue Ausmaß der abgerufenen Daten ist bislang nicht vollständig geklärt.

Die Plattform BeNe wurde vorübergehend offline genommen. Betroffenenvertreter begrüßten die Veröffentlichung des aktuellen Ermittlungsstands, verlangten jedoch klare Auskünfte, verlässliche Ansprechpartner und eine verbindliche Einbindung der Betroffenenvertretung vor einer möglichen Wiederinbetriebnahme des Online-Angebots.

(kna - mg)



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25. Juli 2026, 12:48