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Internationaler Tag gegen Menschenhandel am 30. Juli Internationaler Tag gegen Menschenhandel am 30. Juli  (Copyright (c) 2022 chalermphon_tiam/Shutterstock. No use without permission.)

D: missio München mahnt Handeln gegen weltweiten Menschenhandel an

Zum Internationalen Tag gegen Menschenhandel am 30. Juli weist das katholische Hilfswerk missio München auf die Situation von Menschen hin, die von Zwangsarbeit und Ausbeutung betroffen sind.

missio-Präsident Wolfgang Huber erklärt dazu: „Männer, Frauen und Kinder werden unter sklavenähnlichen Bedingungen ausgebeutet und ihrer Rechte beraubt.“ Huber nennt extreme Armut, Kriege sowie Krisen als Faktoren, die Betroffene in die Abhängigkeit von Arbeitsvermittlern bringen. Er formuliert den Auftrag, den Betroffenen eine Stimme zu geben und ihre Würde zu schützen.

Nach Angaben des Hilfswerks sind Frauen und Mädchen besonders häufig von sexueller Ausbeutung betroffen. Zudem werden Arbeitsmigrantinnen aus afrikanischen Staaten sowie aus Bangladesch, den Philippinen, Sri Lanka und Nepal im Nahen Osten im Bereich der Hausarbeit eingesetzt und häufig um ihren Lohn gebracht. In Herkunfts- und Transitländern wie Indien, Nepal, dem Libanon und Kenia begünstigt die ökonomische Lage weiterhin die Anwerbung durch Menschenhändler. Monsignore Huber führt dazu aus: „Offiziell ist die Sklaverei weltweit abgeschafft, doch sie besteht in Form von Kinderarbeit, Zwangsprostitution und Leibeigenschaft fort. Das ist eine Schande.“ Der Kampf gegen diese Zustände müsse eine gemeinsame Aufgabe von Regierungen, zivilgesellschaftlichen Akteuren, internationalen Organisationen und der Kirche sein.

„Das ist eine Schande.“

Das Hilfswerk missio München finanziert Projekte in verschiedenen Ländern, von denen Frauen und Mädchen profitieren. In Kenia arbeitet das Hilfswerk mit der Organisation HAART (Awareness Against Human Trafficking) zusammen, die Überlebende von Menschenhandel begleitet. Im Libanon betreibt die Caritas das Olive Shelter in Beirut als Zufluchtsort für Arbeitsmigrantinnen und deren Kinder. In Nepal führen lokale Partner Aufklärungsprogramme in Dorfgemeinschaften zu den Risiken ungesicherter Migration durch. In Malawi nutzt ein Partnerprojekt den lokalen Hörfunk, um Informationen zum Schutz vor Ausbeutung zu verbreiten.

(pm - mg)

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24. Juli 2026, 11:08