9. August: Gedenktag der heiligen Edith Stein
Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt
Besonders jungen Menschen empfahl der Papst die Heiligen als Vorbild:
„Euch alle, liebe Jungen und Mädchen, die ihr mir zuhört, möchte ich erinnern, dass der liturgische Kalender in diesen Tagen einige wunderbare Heilige vorstellt, die ihr besser kennenlernen solltet: Gestern den großen Heiligen Dominikus, den Gründer des Predigerordens; heute die Heilige Teresa Benedikta vom Kreuz, Edith Stein, eine Karmelitin, die in Auschwitz ermordet wurde und Mitpatronin Europas ist .(.. )Liebe junge Menschen, lasst euch von diesen vorbildlichen Zeugen des Evangeliums begeistern!"
Immer wieder erinnerte auch Papst Franziskus an das Glaubenszeugnis der mutigen Frau, die als Jüdin geboren wurde, anschließend zum Katholizismus konvertierte und dann das Ordensleben wählte. Als „Frau der Geradlinigkeit“ habe Edith Stein Gott mit Ehrlichkeit und Liebe gesucht, sie sei „Märtyrerin ihres jüdischen und christlichen Volkes“ gewesen, sagte Franziskus beispielsweise bei seiner Generalaudienz am 8. August 2018, also am Tag vor dem eigentlichen Gedenktag.
Ein Jahr später, am 7.8.2019, würdigte er sie ebenfalls im Rahmen einer Generalaudienz: „Die heilige Teresia Benedicta vom Kreuz war Jungfrau und Märtyrerin und ist Mitpatronin Europas. Ich lade alle ein, ihre mutigen Entscheidungen zu betrachten, die sich in einer authentischen Bekehrung zu Christus sowie in der Hingabe ihres Lebens gegen alle Formen von Intoleranz und ideologischer Perversion widerspiegeln.“
Papst Johannes Paul II. hatte die deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin im Jahr 1987 zunächst selig und anschließend, im Jahr 1998, heilig gesprochen.
Würdigung weiterer Heiliger: Laurentius und Klara von Assisi
Papst Leo erinnerte zudem an die Gedenktage bedeutender Heiliger in den kommenden tagen: „Morgen den heiligen Laurentius, Diakon der Kirche von Rom; übermorgen die heilige Klara von Assisi, die ein wohlhabendes Leben aufgab, um dem armen und demütigen Jesus nachzufolgen, nach dem Vorbild ihres Mitbürgers, des heiligen Franziskus."
Der Heiligen Klara von Assisi gedenkt die katholische Kirche am 11. August. In Assisi war Leo XIV. übrigens erst am vergangenen Donnerstag zum Abschluss eines Jugendtreffens der Franziskaner. Daran erinnerte der Papst diesen Sonntag noch einmal, als er einige der Gruppen grüßte, die zu seinem Mittagsgebet auf den Petersplatz gekommen waren:
„Die Anwesenheit so vieler Jugendgruppen, die sich dafür entscheiden, einige Tage ihres Urlaubs für Bildungsaktivitäten und das Knüpfen von Freundschaften zu nutzen, ist ein Zeichen der Hoffnung; ebenso wie es das Jugend-Treffen der Franziskaner war, dessen Teilnehmer ich am vergangenen Donnerstag in Assisi kennenlernen durfte."
(vatican news - cs/sst)
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