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Papst Franziskus hat diesen Freitag die Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope, im Vatikan empfangen Papst Franziskus hat diesen Freitag die Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope, im Vatikan empfangen  (VATICAN MEDIA Divisione Foto)

Amy Pope bei Franziskus: Papst wichtige Stimme für Migranten

Papst Franziskus hat diesen Freitag die Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope, im Vatikan empfangen. Im Interview mit Radio Vatikan würdigte sie anschließend den Einsatz des katholischen Kirchenoberhaupts für Migranten und Flüchtlinge - und sprach über Wortwitze, da ihr Nachname das englische Wort für „Papst" ist.

Devin Watkins und Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt

Bei der Privataudienz scherzten Papst Franziskus und Frau Pope so auch, dass es eine gute Gelegenheit sei „für die zwei Päpste, sich zu treffen", berichtete Amy Pope nach der Begegnung. Es ging aber auch um wichtige und ernste Themen. Den Papst würdigte die Chefin der IOM als „unglaubliche Stimme". Sie führte dazu weiter aus: „Gerade in Zeiten, in denen die Rhetorik rund um das Thema Migration so negativ ist, ist es unglaublich wichtig, dass sich jemand wie der Heilige Vater so leidenschaftlich und eloquent zu diesem Thema äußert - nicht nur für unsere Organisation, sondern für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt." Papst Franziskus erinnere immer wieder daran, dass Migration ein menschliches Gesicht habe und es um Menschenleben gehe. 

„Unglaublich wichtig, dass sich jemand wie der Heilige Vater so leidenschaftlich und eloquent zu diesem Thema äußert“

Amy E. Pope aus den USA ist die elfte Generaldirektorin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) - und  seit Mai 2023 die erste Frau in diesem Amt. Die IOM-Chefin und der Papst tauschten sich bei ihrem Treffen auch darüber aus, wie positiver über das Thema Migration berichtet und mehr ihr Beitrag für die Gesellschaft auf der ganzen Welt berücksichtig werden kann: 

„Wir haben darüber gesprochen, wie wir zusammenarbeiten können, um Migranten in Gemeinschaften zu integrieren, um einladende Gemeinschaften zu schaffen und um einige der Herausforderungen anzugehen, mit denen Gemeinschaften konfrontiert sind, wenn sie einen großen Zustrom von Migranten erleben", berichtet Pope. „Leider werden in vielen Gesprächen rund um Wahlen Migranten verunglimpft und für Fragen und Probleme in der Gesellschaft verantwortlich gemacht", beklagte die IOM-Chefin. Migration habe viele positive Auswirkungen auf die Aufnahmeländer, wo sie Innovationen und Entwicklung fördern können.

Viele gemeinsame Interessen

Der Einsatz von Papst Franziskus für Migranten und die Arbeit der IOM überschnitten sich in vielerlei Hinsicht, etwa beim Kampf gegen Menschenhändler und für sichere und legale Einreisewege, führte Amy Pope aus: „Das entzieht den Kriminellen Möglichkeiten des Profita, den sie auf dem Rücken von extrem gefährdeten Menschen machen." Gemeinsames Anliegen ist dem Papst und der IOM auch der Kampf gegen den Klimawandel, der zudem auch Grund für Migration ist, wie Amy Pope erklärt:

„Im Vorjahr wurden mehr Menschen durch Klimaeinflüsse vertrieben als durch Konflikte“

„Im Vorjahr wurden mehr Menschen durch Klimaeinflüsse vertrieben als durch Konflikte. Und wenn man den Klimawandel als weiteren Grund sieht, weshalb Menschen gefährdet sind, wird die Situation noch wesentlich schlimmer."

Im Rahmen ihres Auftrags sei die IOM bestrebt, die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften, die durch den Klimawandel gefährdet sind, zu stärken, damit sie nicht gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Gleichzeitig suche die Organisation nach Möglichkeiten, Migration auch im Kampf gegen den Klimawandel zu nutzen:

„Wir wissen, dass es derzeit an einigen Orten nicht genügend Menschen gibt, die ihre Arbeit und Fähigkeiten bündeln können, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Wir brauchen Migration, um diese Ziele zu erreichen."

(vatican news)

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26. Januar 2024, 16:26