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Die Tötung von Drogenboss "El Mencho" hat in Mexiko eine Welle von Unruhen und Gewalt ausgelöst Die Tötung von Drogenboss "El Mencho" hat in Mexiko eine Welle von Unruhen und Gewalt ausgelöst 

Mexiko: Aufruf zu Frieden, Gerechtigkeit und Schutz des Gemeinwohls

Nach der Tötung von Drogenboss „El Mencho“ bei einem Militäreinsatz am Sonntag haben die Bischöfe Mexikos zu Frieden, Gerechtigkeit und Wahrung des Gemeinwohls aufgerufen – in einem Land, das seit Jahren von Gewalt geprägt ist.

Mit einem eindringlichen Appell zur nationalen Versöhnung hat sich der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Kardinal Carlos Aguiar Retes, an Priester, Diakone, Ordensleute und Laien gewandt. In seiner Botschaft vom 22. Februar ruft er dazu auf, „gemeinsam den sozialen Frieden in unserem Vaterland aufzubauen“.

In den vergangenen Stunden haben blutige Zusammenstöße in mehreren mexikanischen Bundesstaaten 26 Todesopfer gefordert. Die Behörden reagierten mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen: Flüge wurden ausgesetzt, Schulen geschlossen und zahlreiche Straßenblockaden eingerichtet.

„Der Kampf gegen das Böse ist eine bleibende Pflicht aller Jünger Jesu“

„Wir sind uns der schwierigen Momente bewusst, die wir als Gesellschaft durchleben; deshalb richte ich eine Botschaft des Friedens an euch und appelliere daran, dass wir Mitarbeiter am Gemeinwohl werden, indem wir die Gerechtigkeit und sozialen Frieden fördern. Wir müssen auch dazu beitragen, die Wunden jener zu heilen, die direkt oder indirekt betroffen sind,“ so der Appell des Erzbischofs von Mexiko-Stadt am Tag nach der Tötung von Nemesio Oseguera Cervantes, genannt „El Mencho“, Anführer des Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG), der meistgefürchteten kriminellen Organisation Mexikos.

„Als pilgernde Kirche in Mexiko verpflichten wir uns, den Frieden in allen Bereichen unserer Nation zu fördern.“ Der Kampf gegen das Böse sei eine bleibende Pflicht aller Jünger Jesu, betonte der Kardinal.

Die Erklärung der Mexikanischen Bischofskonferenz

Unterstützt wurde sein Appell von der Mexikanischen Bischofskonferenz, die in einer Mitteilung ihre Nähe zur gesamten Bevölkerung ausdrückte. Unterzeichnet wurde sie von ihrem Vorsitzenden, dem Bischof von Cuernavaca, Ramón Castro Castro, und ihrem Generalsekretär, Héctor M. Pérez Villarreal, Weihbischof in Mexiko-Stadt.

Die Bischöfe teilen die Sorgen der Menschen und rufen zu Umsicht und Gebet auf. „Wir ermahnen euch in pastoraler und brüderlicher Gesinnung, die Maßnahmen zur persönlichen und gemeinschaftlichen Sicherheit zu verstärken, euch notfalls in euren Häusern in Sicherheit zu bringen und unnötige Wege zu vermeiden – stets unter Beachtung der Anweisungen der zivilen Behörden,“ heißt es in der Erklärung.

Die Bitte um Fürsprache Unserer Lieben Frau von Guadalupe

Abschließend vertrauen die Bischöfe ganz Mexiko der mütterlichen Fürsprache Unserer Lieben Frau von Guadalupe, Königin des Friedens, an. Sie bitten, „dass sie uns mit ihrem Mantel bedecke, unsere Familien schütze und uns helfe, Wege der Gerechtigkeit, des Friedens und der Hoffnung zu beschreiten“.

Welle der Gewalt nach der Tötung von Drogenboss „El Mencho“

Die Nachricht vom Tod des berüchtigten Drogenbosses löste in mehreren mexikanischen Bundesstaaten eine Welle der Gewalt aus: Straßenblockaden, brennende Fahrzeuge, Plünderungen und bewaffnete Auseinandersetzungen waren die Folge. In den Bundesstaaten Jalisco, Michoacán, Guanajuato und Baja California wurde „Alarmstufe rot“ ausgerufen; die Bevölkerung wurde aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben.

Der Hafen von Manzanillo setzte die Zollabfertigung aus, mehrere US-amerikanische und kanadische Fluggesellschaften strichen ihre Flüge nach Puerto Vallarta. Die vorläufige Bilanz spricht von mindestens 26 Toten, darunter 17 Sicherheitskräfte und eine schwangere Frau, sowie 27 Festnahmen.

Gebet für den Frieden intensivieren

„Als Volk Gottes laden wir euch ein, das Gebet für den Frieden, den unsere Nation so dringend braucht, zu intensivieren“, schreiben die Bischöfe. Dies solle „in den Familien, in den Pfarreien, während der sonntäglichen Eucharistie und in jeder Gemeinschaft“ geschehen.

Schwerer Schlag gegen eine der gefürchtetsten kriminellen Organisationen des Landes

Nemesio Rubén Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, Anführer des mächtigen "Cártel Jalisco Nueva Generación", wurde am Sonntag von mexikanischen Sicherheitskräften bei einer Militäroperation getötet. Der Einsatz gilt als schwerer Schlag gegen eine der gefürchtetsten kriminellen Organisationen des Landes.

(vaticannews – skr)
 

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23. Februar 2026, 13:27