Papst Leo erkennt zwei neue Selige und drei Ehrwürdige an
Eine sogenannte äquipollente („gleichwertige“) Seligsprechung gilt dem französischen Franziskaner Gabriele Maria (um 1460–1532), Mitgründer des Ordens der Verkündigung Mariens. Sein seit Jahrhunderten bestehender Kult wird durch diese Form der Seligsprechung offiziell bestätigt: Der Papst verzichtet dabei auf den formalen Prozess mit Wunderprüfung oder Seligsprechungsfeier, weil die Verehrung einer Person lange besteht und historisch gut belegt ist.
Nach dem üblichen Verfahren seliggesprochen wird der libanesische Basilianerpater Béchara Abou-Mourad (1853–1930). Ausschlaggebend ist die Anerkennung eines Wunders: Eine Frau, die auf einen Rollstuhl angewiesen war, soll nach Gebeten um seine Fürsprache wieder gehen können. Der Priester wirkte vor allem in der Seelsorge, gründete karitative Initiativen und blieb bis ins hohe Alter als Beichtvater tätig.
Als ehrwürdig anerkannt wurden der ligurische Pfarrer Francesco Lombardi (1851–1922), der indische Kapuzinerbruder Theophane (1913–1968) sowie der italienische Laie Fausto Gei (1927–1968). Die Kirche bestätigte bei ihnen jeweils den heroischen Tugendgrad, eine Vorstufe zur Seligsprechung.
Lombardi engagierte sich nach einem verheerenden Erdbeben besonders im sozialen Aufbau seiner Pfarrei, Theophane wirkte als Prediger und Seelsorger in Indien, während der schwer kranke Gei sich dem Apostolat unter Leidenden widmete.
(vatican news – gs)
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