Leo am Ostermontag: „Auferstehung des Herrn ist unsere Auferstehung"
Tausende Menschen fanden sich zum Mittagsgebet auf dem Petersplatz ein, der vom Ostersonntag noch den Blumenschmuck aus den Niederlanden trägt, ein Verweis auf das Leben und die Auferstehung Christi. Im Blick auf das Evangelium stellte Papst Leo beim Regina-Coeli-Gebet zwei gegensätzliche Deutungen des leeren Grabes vor. Die Frauen verkündeten die Begegnung mit dem Auferstandenen, die Wächter verbreiteten eine andere Version. „Für ein und dieselbe Tatsache, das leere Grab, gibt es zwei Auslegungen“, sagte der Papst. Die eine führe zum Leben, die andere zum Tod.
Von dort aus weitete Leo den Blick auf die Gegenwart. Der Kontrast zwischen den Erzählungen werfe Fragen nach Wahrheit und Kommunikation auf. „Oft wird die Wahrheit nämlich von Fake News verdeckt, wie man heute sagt, also von Lügen, Andeutungen und grundlosen Verdächtigungen.“ Dennoch bleibe die Wahrheit nicht verborgen: „Sie kommt uns entgegen, lebendig und strahlend, und erhellt die tiefste Finsternis.
Der Papst griff den Auftrag Jesu auf und zitierte das Evangelium: Wie zu den Frauen, die zum Grab kamen, sagt Jesus auch heute zu uns: ,Fürchtet euch nicht! Geht und verkündet meinen Brüdern …´“. Daraus leitete er den Kern der Botschaft ab: „Die Auferstehung des Herrn ist unsere Auferstehung, das Osterfest der Menschheit.“ Christus, „der Sohn Gottes“, habe sein Leben hingegeben. Die Osterbotschaft befreie die Zukunft „aus dem Grab“.
Anschließend richtete Leo den Blick auf Menschen in Not. Die Frohbotschaft müsse insbesondere jene erreichen, „die vom Bösen unterdrückt werden“. Er nannte Menschen im Krieg, verfolgte Christen und Kinder, denen der Zugang zu Bildung verwehrt bleibt. „Die Auferstehung Christi in Wort und Tat zu verkünden bedeutet, der Hoffnung eine neue Stimme zu verleihen, die sonst durch die Hände der Gewalttätigen erstickt wird“, erklärte Papst Leo. „Wenn dagegen die Frohbotschaft in der Welt verkündet wird, vertreibt sie jeden Schatten, zu jeder Zeit.“
Zum Schluss erinnerte Leo an seinen Vorgänger: „Im Licht des Auferstandenen denken wir heute mit besonderer Zuneigung an Papst Franziskus“, sagte er. Franziskus habe „am Ostermontag des vergangenen Jahres sein Leben in Gottes Hand zurückgegeben“. Die Gläubigen rief Leo zum Gebet auf, damit sie „immer leuchtendere Verkünder der Wahrheit werden“.
(vatican news – gs)
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