Papst-Botschaft zu Uni-Bildung: Muss wirklich umfassend sein
Parolin äußerte sich in einer am Sonntag veröffentlichen Botschaft an den Erzbischof von Mailand, Anlass war der 102. „Tag der Katholischen Universität“, an dem die italienische Kirche traditionell an die zentrale Bedeutung der in Mailand ansässigen größten katholischen Universität Italiens und Europas erinnert. Der Kardinalstaatssekretär erinnerte in der Botschaft an die Leitkriterien von Papst Franziskus für eine gute, katholische Universitätsbildung: „der Dialog auf allen Gebieten, die Inter- und Transdisziplinarität, die Förderung der Kultur der Begegnung, die dringende Notwendigkeit, ein „Netzwerk zu bilden“, und die Option für die Letzten, für die, welche die Gesellschaft aussondert und wegwirft. Und dazu die Fähigkeit, das Wissen des Kopfes, des Herzens und der Hand zu integrieren.“
Auf diese Art entstehe „offenes Wissen“, das allein zum Gemeinwohl beitragen könne, heißt es in der Botschaft aus dem Vatikan. Ein Wissen hingegen, „das nicht auf Begegnung und Gerechtigkeit ausgerichtet ist, ist die Wurzel vieler Übel, wie die bewegte Geschichte zeigt, in der wir leben“.
Parolin würdigte die Katholische Universität Mailand für ihren neuen Strategieplan, die Entwicklung eines besonderen Afrika-Schwerpunkts und die Initiativen zur Vertiefung der katholischen Soziallehre. Papst Leo habe beschlossen, der Hochschule Mittel zur Unterstützung talentierter, aber sozial benachteiligter Studierender zukommen zu lassen.
Die Katholische Universität Mailand wurde 1921 gegründet, mit maßgeblicher Unterstützung das damaligen Mailander Kardinals Achille Ratti, der im Jahr darauf zum Papst (Pius XI.) gewählt wurde. Sie ist mit über 40.000 Studierenden die größte Privatuniversität Europas, gilt als namhafte Ausbildungsstätte für Führungskräfte in Politik, Wirtschaft und Kirche und prägt das intellektuelle Leben Italiens bis heute maßgeblich.
(vatican news – gs)
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