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September 2023: Papst Franziskus begrüßt in Marseille Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte September 2023: Papst Franziskus begrüßt in Marseille Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte 

Papst Leo empfängt Frankreichs Präsident nach Ostern im Vatikan

Emmanuel Macron besucht am Freitag, den 10. April, Papst Leo XIV. im Vatikan. Der Leiter des Presseamtes des Heiligen Stuhls Matteo Bruni bestätigte an diesem Mittwoch die Audienz für das französische Staatsoberhaupt. Es ist das erste Treffen zwischen Macron und Papst Leo seit Beginn seines Pontifikats im Mai 2025.

Marie Duhamel – Vatikanstadt

Die Audienz findet am 10. April statt, wenige Tage nach Ostern und der Ansprache „Urbi et Orbi“ des Papstes, aber auch drei Tage vor Leos Abreise nach Algerien, der ersten Station seiner ersten Afrikareise (13. bis 23. April). Der Leiter des Presseamtes des Heiligen Stuhls bestätigte das Treffen, das bereits am Mittwochabend vom Élysée-Palast angekündigt worden war.

Der Papst wird den französischen Präsidenten unter vier Augen empfangen. Begleitet wird er von seiner Frau Brigitte Macron. Die beiden Männer sollen sich bereits zuvor getroffen haben, etwa während der Besuche von Papst Franziskus in Frankreich, in Marseille und Ajaccio, der damalige Kardinal Prevost war als Präfekt des Bischofsdikasteriums Teil des päpstlichen Gefolges. Dies ist jedoch das erste Treffen des Heiligen Vaters mit Präsident Macron seit dessen Wahl zum Papst. Bei der Antrittsmesse des Pontifikats von Leo XIV. wurde Frankreich vom damaligen Premierminister François Bayrou vertreten.

Sechs Audienzen bei Papst Franziskus

Der französische Präsident ist dennoch mit dem Protokoll vertraut. Seit seiner Wahl im Jahr 2017 hat Emmanuel Macron den Vatikan mehrfach besucht. Franziskus empfing ihn 2018, 2021 und 2022. Weitere private Gespräche mit dem Papst fanden im September 2023 in Marseille, im Juni 2024 beim G7-Gipfel in Borgo Egnazia und im Dezember 2024 in Ajaccio statt.

 

Papstaudienzen mit Regierungschefs finden traditionell in der Bibliothek des Apostolischen Palastes statt. Anschließend begibt sich der Gast üblicherweise ins Staatssekretariat und trifft den Kardinalstaatssekretär sowie den Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten und den internationalen Organisationen.

Am 10. April wird es zahlreiche Gesprächsthemen geben. Der Heilige Stuhl und Frankreich verfolgen die Entwicklungen im andauernden Krieg im Nahen Osten aufmerksam, von der Religionsfreiheit in Jerusalem bis zur Zukunft des Libanon, wo der Papst im vergangenen November seine erste Auslandsreise unternahm. Die Wahrung des Friedens, die Achtung des Völkerrechts und der Kampf gegen den Klimawandel sind gemeinsame Anliegen der vatikanischen und französischen Diplomatie.

Andere Streitpunkte spalten sie, insbesondere Fragen im Zusammenhang mit dem Lebensschutz. Über die kürzlich erfolgte Aufnahme des „Rechts auf Abtreibung“ in die französische Verfassung oder die aktuelle Debatte über das Lebensende gibt es abweichende Meinungen.

(vatican news – gs)

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02. April 2026, 08:50