Papst Leo, der Schafstall und die Diebe
Jesus sei der gute Hirt, der seine Schafe kenne und liebe (vgl. Joh 10,1–10). Wer sich ihm anvertraue, habe nichts zu befürchten, so der Papst beim österlichen Mittagsgebet „Regina Coeli“ (Engel des Herrn). Anders verhalte es sich mit „Dieben“, die versuchten, sich aus unlauteren Beweggründen an uns heranzumachen.
„Die ‚Diebe‘ können viele Gesichter haben: Es sind jene, die ungeachtet des äußeren Anscheins unsere Freiheit ersticken oder unsere Würde nicht achten... Und vergessen wir auch jene „Diebe“ nicht, die durch die Plünderung der Ressourcen der Erde, durch das Führen blutiger Kriege oder durch das Nähren des Bösen in jeglicher Form nichts anderes tun, als uns allen die Möglichkeit einer Zukunft in Frieden und Unbeschwertheit zu rauben.“
Leo nahm damit Motive aus Ansprachen seiner Afrikareise wieder auf. In Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea hat er in den letzten Tagen eindringlich vor Ausbeutung, Kriegstreiberei und der Geringschätzung von Menschenrechten gewarnt.
„Jesus kommt nicht wie ein Dieb, um uns unser Leben und unsere Freiheit zu rauben, sondern um uns auf die rechten Wege zu führen. Er kommt nicht, um unser Gewissen zu vereinnahmen oder zu täuschen, sondern um es mit dem Licht seiner Weisheit zu erleuchten. Er kommt nicht, um unsere irdischen Freuden zu trüben, sondern um sie für ein erfüllteres und dauerhaftes Glück zu öffnen.“
Zum Schluss: eine Gewissenserforschung
Im Stil seines Vorgängers Franziskus, der vor einem Jahr gestorben ist, rief Papst Leo seine Zuhörenden zu einer Gewissenserforschung auf. „Wir können uns fragen: Von wem wollen wir uns in unserem Leben leiten lassen? Welches sind die ‚Diebe‘, die versucht haben, in unsere Umfriedung einzudringen? Ist es ihnen gelungen, oder konnten wir sie zurückdrängen?“
(vatican news)
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