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Papst reist nach Kamerun weiter

Nach seiner ersten Reise-Etappe in Algerien reist der Papst an diesem Mittwoch nach Kamerun weiter, wo er drei Tage verbringen wird. Leo XIV. ist derzeit auf Afrikareise, die ihn auch nach Angola und Äquatorialguinea führt. Sie endet am 23. April.

Die Ankunft in Kameruns Hauptstadt Yaoundé ist an diesem Mittwoch für 16.20 Uhr (MEZ) geplant. Nach einem Höflichkeitsbesuch beim Präsidenten richtet sich Leo XIV. in einer Rede an Politik und Zivilgesellschaft (Live-Übertragung ab 18:05 Uhr MEZ). Danach besucht er ein Waisenhaus und trifft Bischöfe.

In Kamerun, wo sich der Papst vom 15.-18. April aufhält, ist Leo neben der Hauptstadt Yaoundé auch in der westlichen Stadt Bamenda und der Wirtschaftsmetropole Douala. Das weitere Programm umfasst mehrere Messen, einen Besuch in einem Krankenhaus und ein Treffen mit der akademischen Welt an der Katholischen Universität von Zentralafrika.

Dritter Papst im Land 

Das Motto der Reiseetappe in Kamerun lautet: „Dass alle eins seien“ (Que tous soient un).

Leo XIV. ist der dritte Papst im Land seit Kameruns Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1960. Zuletzt war Benedikt XVI. 2009 zu Gast. Sein Vorgänger Johannes Paul II. hatte Kamerun 1985 und 1995 besucht. 

In Kamerun leben bis zu 30 Millionen Menschen; das Durchschnittsalter beträgt 19,4 Jahre. Mehr als 200 ethnische Gruppen gibt es im Land; zu den größten gehören die Bamileke und die Bamun. Laut dem Online-Portal Ethnologue werden 273 Sprachen gesprochen. Die Kolonialsprachen Französisch und in den Regionen Nordwest und Südwest Englisch werden oft als Verkehrssprachen genutzt.

Christliche Mehrheit

Nach dem muslimisch geprägten Algerien, wo Christen eine kleine Minderheit sind, kommt Papst Leo in Kamerun in ein Land mit christlicher Mehrheit. Über ein Drittel der Bevölkerung ist katholisch. Fast genau so stark ist der Anteil der Gläubigen, die sich zu protestantischen Kirchen bekennen. Jeder vierte Kameruner gehört dem Islam an.

Kamerun war einst deutsche Kolonie. Nach der deutschen Kolonialherrschaft (1884-1916) wurde die Region zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Nach der Unabhängigkeit 1960/61 entstand ein Staat, der bis heute mit dem Erbe der Zweisprachigkeit und mit internen Konflikten zu kämpfen hat.

Gewalt und interne Konflikte

Kameruns Norden ist stark von dschihadistischer Gewalt durch Gruppen wie Boko Haram und die Islamic State West Africa Province (ISWAP) betroffen, unter der Christen wie Muslime leiden. In den englischsprachigen Regionen werden religiöse Akteure, insbesondere christliche Führer, immer häufiger Opfer des Separatistenkonflikts.

(vatican news – pr)
 

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15. April 2026, 09:39