Papst: Liebe zu den Armen ist Prüfstein der Kirche

Die Liebe zu den Armen ist „die evangeliumsgemäße Garantie für eine Kirche, die dem Herzen Gottes treu ist“. Das hat Papst Leo an diesem Montag bei einer Audienz für eine katholische US-Hilfsorganisation betont.

Leo XIV. zitierte damit aus seinem ersten größeren Lehrschreiben „Dilexi te“ vom Oktober letzten Jahres. In einer Rede an die „Catholic Extention Society“ zog der Papst, der lange als Missionar in Peru gearbeitet hat, eine direkte Linie zwischen Caritas und Mission.

„Die frühe Kirche bezeugt, dass christliche Nächstenliebe in jeder echten Glaubensgemeinschaft ihre Mitglieder dazu inspiriert, das Leid anderer zu lindern und sich um Bedürftige, insbesondere die Armen, zu kümmern. Die Liebe zu den Armen (…) öffnet den Menschen, denen wir dienen, die Tür, den Herrn tiefer kennenzulernen, indem wir von seiner Liebe Zeugnis ablegen. Das Engagement (…), nicht nur die materiellen Bedürfnisse der Bedürftigen zu lindern, sondern auch in den Aufbau lebendiger katholischer Gemeinschaften zu investieren, ist heute besonders wichtig.“

  (@VATICAN MEDIA)

„In den Aufbau lebendiger katholischer Gemeinschaften investieren“

Glaubensgemeinschaften bieten nach Ansicht des Papstes nicht nur die Möglichkeit, die Freude am Glauben im Alltag zu erfahren.

„Sie bieten, wie wir gesehen haben, Unterstützung für die Armen, aber auch die Kraft, die wir alle brauchen, um den Herausforderungen des Lebens im Glauben zu begegnen. In gewisser Weise sind diese Gemeinschaften auch der ‚gute Boden‘, auf dem neue Berufungen zum Priestertum und zum Ordensleben Wurzeln schlagen und wachsen können (vgl. Mt 13,8), und der so für die kommenden Jahre neue Arbeiter für die Ernte bereitstellt (vgl. Lk 10,2).“

  (@VATICAN MEDIA)

Hintergrund

Die „Catholic Extension Society“ wurde 1905 von einem Priester gegründet; ihre Hilfen erreichen heute nach eigenen Angaben 15 Millionen amerikanische Katholiken in finanzschwachen Bistümern.

(vatican news – sk)
 

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18. Mai 2026, 12:10