Papst Leo XIV. betont Verantwortung für ALS-Patienten
Mario Galgano - Vatikanstadt
Der Papst hob hervor, dass die an Amyotropher Lateralsklerose leidenden Menschen durch ihren täglichen Umgang mit der Krankheit bezeugten, dass der Wert des Lebens über der Diagnose stehe. Er bezeichnete die Betroffenen als Mahner, die den Wert des Lebens in die Gesellschaft tragen. Parallel dazu verwies er auf die Aufgaben der Organisation in der wissenschaftlichen Forschung, der Ausbildung und der Informationsarbeit. Er betonte die Notwendigkeit, die Rechte der Hilfsbedürftigen auch auf ziviler Ebene gegenüber Institutionen zu vertreten.
Bedeutung der häuslichen Nähe
Ein zentraler Aspekt der päpstlichen Ansprache war die räumliche Nähe zu den Patienten. Die Anwesenheit in den Wohnungen der Leidenden sei wesentlich, da Gesundheitsfürsorge neben Kompetenz auch physische Präsenz erfordere. Dies diene dem Wohl der Person in ihrer biologischen, psychischen und spirituellen Dimension. Die Kirche messe diesem Beistand eine hohe Bedeutung bei, insbesondere um auf Sinnfragen zu antworten, die durch Schmerz und Leid entstünden.
Solidarität gegen soziale Ausgrenzung
In schwierigen Lebenssituationen dürfe niemand allein gelassen werden. Der Papst erklärte, dass ehrenamtliches Engagement ein Gegenmodell zu gesellschaftlichen Tendenzen darstelle, die schwache Leben an den Rand drängen. Er zog einen Vergleich zum Leidensweg Jesu Christi, der sich mit der menschlichen Zerbrechlichkeit solidarisiert habe. Leo XIV. ermutigte die Mitglieder der Vereinigung, ihren Weg mit Ausdauer fortzusetzen und die Hoffnung nicht aufzugeben. Er schloss die Begegnung mit der Zusicherung seines Gebets und dem Segen für die Beteiligten.
Hintergrund zur AISLA
Bei der AISLA (Associazione Italiana Sclerosi Laterale Amiotrofica) handelt es sich um den italienischen Dachverband für Menschen, die an Amyotropher Lateralsklerose erkrankt sind. Diese neurodegenerative Erkrankung führt zu einer fortschreitenden Lähmung der Muskulatur bei meist voll erhaltenem Bewusstsein. Die 1983 gegründete Organisation setzt sich für eine Verbesserung der klinischen Versorgung, die Finanzierung der Forschung nach Heilungsmöglichkeiten sowie für eine umfassende psychologische Unterstützung der Familienmitglieder ein.
(vatican news)
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