Suche

Papst Leo XIV. und Donald Tusk Papst Leo XIV. und Donald Tusk  (@Vatican Media)

Papst Leo XIV. empfängt den polnischen Ministerpräsidenten Tusk

An diesem Donnerstagmittag kam es im Apostolischen Palast zu einer offiziellen Begegnung zwischen Papst Leo XIV. und dem Ministerpräsidenten der Republik Polen, Donald Tusk. Danach sprach der Regierungschef mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Begleitet wurde dieser vom Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten und internationalen Organisationen, Erzbischof Paul Richard Gallagher.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls mitteilte, verliefen die Gespräche im Staatssekretariat in einer herzlichen Atmosphäre. Dabei wurde zunächst die Zufriedenheit über die guten bilateralen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Polen zum Ausdruck gebracht. Im weiteren Verlauf erörterten die Gesprächspartner die aktuelle soziale und wirtschaftliche Lage des Landes. Ein besonderes Augenmerk galt dem Verhältnis zwischen der katholischen Kirche in Polen und dem Staat, wobei insbesondere Themen aus dem Bildungsbereich sowie ethische Fragestellungen thematisiert wurden.

Der Austausch der Geschenke
Der Austausch der Geschenke   (@Vatican Media)

Ein wesentlicher Teil des Austauschs widmete sich der internationalen politischen Lage. Hierbei stand der anhaltende Konflikt in der Ukraine im Mittelpunkt der Erörterungen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Rolle Polens innerhalb des Gefüges der Europäischen Union besprochen.

Kardinal Marx, Bischöfe Burkina-Faso und Niger

Unter anderen Audienzen hatte Papst Leo am selben Tag auch eine Begegnung mit dem Münchner Kardinal Reinhard Marx im Terminplan stehen, der sich derzeit in Rom aufhält. Was genau bei der Audienz besprochen wurde, wurde wie üblich nicht mitgeteilt. In seiner Funktion als Koordinator des Wirtschaftsrates, die er seit 2014 innehat, ist Kardinal Marx regelmäßig im Vatikan. Am Vortag hatte der Glaubenspräfekt Kardinal Fernández über Vatican News eine Stellungnahme abgegeben, dass Segensfeiern, wie sie Deutschland in vielen Bistümern für Menschen vorgesehen sind, die keine kirchliche Ehe eingehen können, nicht durch den Vatikan gebilligt sind. Ähnlich hatte sich am selben Abend auch Kardinal Parolin geäußert und hinzugefügt, dass man im Dialog sei und dass Sanktionen gegen die Deutschen Bischöfe zu diesem Zeitpunkt nicht vorgesehen seien. Marx hatte jüngst als erster Kardinal in einem Schreiben an Seelsorger diese Segnungsfeiern befürwortet; auf seinem Rückflug nach Rom von Äquatorialguinea hatte eine Journalistin dem Papst dazu auch eine Frage gestellt. In seiner Antwort stellte Leo XIV. klar, dass der Vatikan den deutschen Bischöfen gesagt habe, dass man feierliche Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare ablehne. 

Außerdem hatte Papst Leo am Donnerstag, neben weiteren Audienzen, noch die Bischöfe von Burkina Faso-Niger im Rahmen ihres Ad-limina-Besuches empfangen. 

(vatican news)

Die Gespräche im Vatikan
Die Gespräche im Vatikan   (@Vatican Media)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

07. Mai 2026, 12:16