Papst: Leidendem Volk in Gaza helfen und Menschenrechte aller achten
Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt
„Wir haben heute beispielsweise im Libanon und an anderen Orten der Welt Fälle gesehen, wo Krieg heute mit KI geführt wird, ohne an die Menschen zu denken, die wirklich die Opfer all dessen sind. Deshalb erneuere ich den Appell für Frieden", erklärte der Papst auf eine Journalistenfrage zu seiner Enzyklika „Magnifica humanitas“, in der er unter anderem vor Gefahren von KI in Kriegen warnt und eine Entwaffnung von KI fordert.
Papst Leo XIV. wurde auch zu den erneut gestoppten Schiffen mit Hilfsgütern für die Menschen in Gaza und dem brutalen Vorgehen Israels gegen Aktivisten befragt. „Hier muss es einen neuen Appell für die Achtung der Menschenrechte aller geben. Leider erhält die Bevölkerung von Gaza immer noch keine humanitäre Hilfe. Das führt zu Protesten und Schwierigkeiten, auch die Aktion derjenigen, die an der Flotilla teilgenommen haben."
Der Papst bekräftigte daher seinen Appell und forderte alle Behörden auf, „der Bevölkerung von Gaza beizustehen und sie zu begleiten, damit sie bereits jetzt mit dem Wiederaufbau beginnen kann. Das Volk leidet wirklich, es leidet wirklich immer noch sehr", betonte Leo XIV. Es werde immer nur weiter Hass geschürt. Gewalt sei keine Lösung - auf keiner Seite. „Ich denke also, die Botschaft muss lauten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, den Dialog zu suchen und die Probleme zu lösen. Dabei müssen stets die Menschenrechte aller geachtet werden."
Vatikan arbeitet weiter mit KI-Entwicklern zusammen
Der Papst gab in Castel Gandolfo auch noch bekannt, dass der Vatikan und das KI-Unternehmen Anthropic, dessen Mitgründer Christopher Olah neben Papst Leo bei der Vorstellung der Enzyklika am Pfingstmontag gesprochen hatte, weiter miteinander kooperieren:
„Tatsächlich haben wir heute bereits weitergemacht; es gab Zusammenarbeit zwischen dem Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und einigen Vertretern von Anthropic. Und die Einladung, die gestern von beiden Seiten ausgesprochen wurde, halte ich für sehr wichtig: Den Dialog fortsetzen und wirklich nach einer entwaffneten Künstlichen Intelligenz streben."
(vatican news - sst)
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