Papst Leo XIV. fordert verstärktes Engagement für die Sahelzone
Mario Galgano - Vatikanstadt
Der Papst dankte Bischof Hassa Florent Koné für dessen Arbeit als päpstlicher Delegierter, die in Abstimmung mit verschiedenen vatikanischen Behörden wie dem Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen und dem Staatssekretariat erfolgte. Die Stiftung befindet sich nach über vierzig Jahren an einem Wendepunkt, der durch internationale Wirtschaftskrisen und neue Herausforderungen geprägt ist. Im Februar wurden in Dakar neue Statuten verabschiedet sowie ein neuer Präsident und neue Mitglieder des Verwaltungsrats gewählt. Diese Reformen sollen die Mission der Stiftung im Geiste ihres Gründers Johannes Paul II. fortführen und gleichzeitig an moderne Standards anpassen.
Globale Herausforderungen und soziale Gerechtigkeit
In der Rede wurden die komplexen Probleme der Gegenwart thematisiert, darunter geopolitische Spannungen, Terrorismus, politische Instabilität und die Auswirkungen des Klimawandels, die zu verstärkten Migrationsbewegungen führen. Leo XIV. betonte, dass die Unterstützung von Opfern von Naturkatastrophen und schutzbedürftigen Personen in erster Linie eine Frage der Gerechtigkeit und nicht nur der Wohltätigkeit sei. Er rief dazu auf, durch Projekte der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung die unantastbare Würde der Bevölkerung in der Sahelzone zu fördern. Trotz der enormen Herausforderungen mahnte er dazu, die Hoffnung nicht zu verlieren und den Weg in einem Geist der Gemeinschaft fortzusetzen.
Hintergrund der Delegation
Bei den Gästen handelt es sich um den Verwaltungsrat der „Fondation Jean-Paul II pour le Sahel“ (Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone). Diese wurde 1984 von Papst Johannes Paul II. nach einem feierlichen Appell in Ouagadougou gegründet, um die Folgen der Dürre und Wüstenbildung in der afrikanischen Sahelregion zu bekämpfen. Die Stiftung ist eine päpstliche Einrichtung, die eng mit dem Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen zusammenarbeitet und Entwicklungsprojekte in Ländern wie Burkina Faso, Kap Verde, Gambia, Guinea-Bissau, Mali, Mauretanien, Niger, Senegal und Tschad unterstützt.
(vatican news)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.
