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Franz von Assisi (* 1181 oder 1182 in Assisi, † 3. Oktober 1226 in Portiuncula bei Assisi) Franz von Assisi (* 1181 oder 1182 in Assisi, † 3. Oktober 1226 in Portiuncula bei Assisi) 

Österreich: Ausstellung zu „800 Jahre Franz von Assisi“

800 Jahre nach seinem Tod widmet das Salzburger DomQuartier einem der populärsten Heiligen der Kirchengeschichte eine Sonderausstellung.

Der Titel „LebensKunst. 800 Jahre Franz von Assisi“ ist Programm: Die Person des Ordensgründers und das franziskanische Leben in seiner Nachfolge werden anhand von Zeugnissen aus allen Kunstgattungen, durch Schrifttum und Gebrauchsgegenstände vom Mittelalter bis zur Gegenwart, vermittelt, wie das „Rupertusblatt“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Die Schau erzählt von seiner Auslegung des Evangeliums und dem Dienst an den Armen, der die Amtszeit von Papst Franziskus und auch des Salzburger Erzbischofs Franz Lackner prägt, wie dieser vor Kurzem betonte. Zu sehen ist die Ausstellung vom 24. Mai bis zum 2. November im Nordoratorium des Museums.

„Einklang mit der Schöpfung, dem Schöpfer und den Mitmenschen, Verzicht auf Überfluss und Luxus, um in Frieden mit der Schöpfung zu leben“

Besucher erhalten bei der Schau nicht nur einen Einblick in das historische franziskanische Leben, sondern haben auch die Gelegenheit, mit aktiven Ordensmitgliedern ins Gespräch zu kommen. Mehr als 80 Brüder und Schwestern aus den verschiedensten franziskanischen Ordenszweigen stehen abwechselnd bereit, um Fragen über ihr Leben im Geiste von Franz von Assisi und ihre Gemeinschaft zu beantworten. „Der Einklang mit der Schöpfung, dem Schöpfer und den Mitmenschen, der Verzicht auf Überfluss und Luxus, um in Frieden mit der Schöpfung zu leben“, habe in den franziskanischen Orden weitergelebt, sagte Gratz gegenüber dem "Rupertusblatt".

Auch Raritäten unter den Exponaten

Die Exponate stammen aus Franziskanerprovinzen in Österreich, Südtirol, Deutschland und der Schweiz. Die Auswahl war groß, schließlich zählt der hl. Franz zu den am häufigsten dargestellten Heiligen der Kunstgeschichte.

Ausgestellt werden auch noch nie Gezeigtes und Raritäten. Der Historiker Bernd Schmies, Geschäftsführer der Fachstelle Franziskanische Forschung in Münster, verwies hier auf franziskanische Gebetsbücher (Breviere) aus dem späten 13. bis frühen 14. Jahrhundert. Eines davon wurde sehr wahrscheinlich vom heiligen Bernhardin von Siena genutzt. Ein weiteres außergewöhnliches Objekt sei das mittelalterliche Psalmenbuch (Psalter) von Königin Elisabeth von Portugal, das durch seinen prachtvollen Einband und kunstvolle Miniaturen besteche. Ein Fokus der Ausstellung liegt auch auf der Musik und Musikgeschichte der Orden. Gezeigt werden auch Exponate zum "Sonnengesang", dem wohl bekanntesten und am weitesten verbreiteten Text von Franziskus.

(Infos: https://www.domquartier.at/sonderausstellung/lebenskunst-800-jahre-franz-von-assisi/)
 

(kap-skr)

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21. Mai 2026, 16:53