Papst Leo XIV. in Spanien: Tag 1
Um 8.13 Uhr hob am Morgen die Sondermaschine der ITA Airways, ein Airbus A320, vom römischen Flughafen Fiumicino ab. An Bord: Papst Leo XIV., der damit offiziell seine vierte apostolische Reise angetreten hat. Das Ziel der zweieinhalbstündigen Flugreise war Spaniens Hauptstadt Madrid. Sie ist die erste Station der Spanienreise des Papstes, die am 12. Juni endet. Leo besucht Spanien übrigens genau 15 Jahre nach dem Besuch von Papst Benedikt XIV. Auch Papst Johannes Paul II. besuchte Spanien.
Königspaar am Flughafen - 1. öffentliche Rede
Die päpstliche Maschine landete an diesem Samstag um 10:12 Uhr in Madrid. Am Flughafen empfingen König Felipe VI. und Königin Letizia, die gemäß dem Zeremoniell als katholische Monarchin ganz in Weiß gekleidet war, sowie Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez das katholische Kirchenoberhaupt. Zur Begrüßungsdelegation gehörten auch Justizminister Félix Bolaños, Außenminister José Manuel Albares, die Regionalpräsidentin von Madrid, Isabel Díaz Ayuso, sowie der Bürgermeister der Hauptstadt, José Luis Martínez-Almeida. Von kirchlicher Seite hießen den Papst der Apostolische Nuntius in Spanien und im Fürstentum Andorra, Erzbischof Piero Pioppo, der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Argüello García, und der Erzbischof von Madrid, José Cobo Cano, willkommen.
Leo XIV. grüßte einige Kinder, darunter auch ein Mädchen mit Blindenstock. Er nahm sich kurz Zeit für persönliche Worte und nahm auch einige Geschenke entgegen.
Anschließend empfing das Königspaar Papst Leo XIV. im königlichen Palast zur offiziellen Willkommenszeremonie, auf die ein privates Gespräch folgte. Seine erste Rede hielt Papst Leo XIV. gegen Mittag bei der Begegnungen mit Vertretern der Regierung, der Zivilgesellschaft sowie dem diplomatischen Korps - hier sprach er auch gesellschaftspolitische Themen an.
Nachmittags: Sozialer Fokus - auch jenseits des Programms
Der späte Nachmittag widmete sich ganz der sozialen Dimension der Kirche. Papst Leo XIV. besuchte Mitarbeiter des Sozialprojekts „Cedia 24 horas“ der diözesanen Caritas und Menschen, die dort betreut werden. Er zeigte so seine Nähe zu den Ausgegrenzten der Gesellschaft und würdigte die karitative Arbeit vor Ort persönlich. Vor diesem Termin hatte das katholische Kirchenoberhaupt jenseits des offiziellen Programms bei der Nuntiatur eine Gruppe von etwa 40 Menschen mit Behinderung und Kranke getroffen, die von verschiedenen katholischen Hilfsorganisationen und der Erzdiözese Madrid betreut werden. Das gab das vatikanische Presseamt anschließend bekannt. Der Papst richtete demnach einige Worte an alle und betete gemeinsam mit ihnen das Vaterunser, bevor er sich von jedem kurz persönlich verabschiedete.
Samstagabend: Jugendvigil - Sonntag: Messe
Zum Abschluss des 1. Reisetags hielt das katholische Kirchenoberhaupt auf der „Plaza de Lima" gemeinsam mit tausenden Jugendlichen eine Gebetsvigil. Der Papst nutzte das stimmungsvolle Treffen für einen eindringlichen Aufruf zu neuer Menschlichkeit und Liebe sowie dazu, den Glauben stets konkret im Alltag zu leben. Er beantwortete auch Fragen einiger Teilnehmer.
Am Sonntag wird der Papst um 9.50 Uhr die Heilige Messe auf der „Plaza de Cibeles“ feiern - wir übertragen live auf Deutsch. Die Fronleichnamsprozession schließt sich an. In Madrid bleibt Leo XIV. bis Dienstag. Dann wird er seine Reise in Barcelona und schließlich auf den Kanarischen Inseln fortsetzen. Am Abend des 12. Juni wird das katholische Kirchenoberhaupt zurück in Rom erwartet.
(vatican news - sst)
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