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Papst: Beim Klimaschutz von Ärmsten ausgehen

In einer Videobotschaft an die Klimaschutzkonferenz „Austrian World Summit“ hat der Papst zu multilateraler Zusammenarbeit und zur Unterstützung ärmerer Länder aufgerufen, um die Klimakrise zu bewältigen. Die Umweltkrise sei kein isoliertes Problem, sondern Teil einer sozioökonomischen Krise.


Ausgehend von den drei christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe ging der Papst in seiner Videobotschaft an den „Austrian World Summit“ auf verschiedene Herausforderungen im Zusammenhang mit der globalen Klimakrise ein.

Kultur der Sorge  

Religiöser Glaube stärke den allgemeinen Wunsch nach Schutz des Lebens und die Sorge um die Natur, merkte er grundsätzlich an und verwies auf Papst Franziskus‘ Enzyklika Laudato sì. Die religiöse Dimension sei „unerlässlich, um diese Themen angemessen anzugehen“. Eng damit verbunden seien Menschenwürde und Menschenrechte, Gemeinwohl, die universelle Bestimmung der Güter, Subsidiarität, Solidarität und soziale Gerechtigkeit (vgl. Magnifica humanitas, 51-81). „Technische Lösungen zum Schutz der Umwelt“ verfehlten ohne diese ganzheitliche Sicht ihr Ziel, so der Papst, der zu einer „echten Kultur der Sorge um unsere Umwelt“ aufrief, die „Schlüssel zu authentischer Entwicklung“ sein könne.

Besondere Aufmerksamkeit für die Ärmsten

Vor allem den Ärmsten und denjenigen, die am stärksten von Umweltzerstörung betroffen sind, gelte es besondere Aufmerksamkeit zu schenken. „Ich möchte Sie ermutigen, sie bei der Bewertung, Planung und Umsetzung potenzieller Projekte stets im Blick zu behalten.“ Dazu gehört laut Papst auch, dass die reicheren Länder ihren Verpflichtungen zur Unterstützung der ärmeren Länder nachkommen. Man dürfe die Hoffnung nicht verlieren, „dass auf die Fortschritte der COP30 ein gerechter Übergang zu Gesellschaften folgt, in denen das Gemeinwohl Vorrang vor Profit hat und Wirtschaftsmodelle auf Solidarität und Menschenwürde gründen.“

Zusammenhang von Umweltschutz und Frieden

Heute wachse das Bewusstsein, „dass der Frieden durch die Missachtung der Schöpfung, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und eine fortschreitende Verschlechterung der Lebensqualität aufgrund des Klimawandels bedroht ist.“ Es brauche deshalb „internationale Zusammenarbeit sowie einen kohärenten und zukunftsorientierten Multilateralismus, um wirksame Lösungen zu finden“, so Leo XIV. Er ermutigte dazu, in Beratungen und Verhandlungen Ängste zu überwinden, die christliche Tugend der Hoffnung könne hier helfen. „In dieser Perspektive kann Hoffnung also trotz aller Neinsager und Zyniker eine starke Triebkraft sein.“

Internationale Zusammenarbeit

Konkret brauche es die Entwicklung eines „neuen, menschenzentrierten internationalen Finanzrahmens, um sicherzustellen, dass alle Länder – insbesondere die ärmsten und diejenigen, die am stärksten von Klimakatastrophen bedroht sind – ihr volles Potenzial entfalten können“, formulierte Leo.

Die Jubiläumsausgabe des 10. Österreichischen Weltgipfels („Austrian World Summit“) findet am 16. Juni 2026 in der Wiener Hofburg statt. Die von Arnold Schwarzenegger initiierte Klimaschutzkonferenz sucht nach konkreten Lösungen für die Klimakrise und steht unter dem Motto „We are unstoppable“.

Hier zum Hören

(vatican news – pr)
 

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16. Juni 2026, 11:15