Papst Leo XIV. begrüßt bei seiner Spanienreise am 12. Juni 2026 Migranten im Zentrum „Las Raices“ in San Cristóbal de la Laguna, einem Vorort von Santa Cruz de Tenerife auf der Kanarischen Insel Teneriffa Papst Leo XIV. begrüßt bei seiner Spanienreise am 12. Juni 2026 Migranten im Zentrum „Las Raices“ in San Cristóbal de la Laguna, einem Vorort von Santa Cruz de Tenerife auf der Kanarischen Insel Teneriffa  (AFP or licensors)

Papst zum Weltflüchtlingstag: Verfolgte aufnehmen

Papst Leo XIV. hat zum Weltflüchtlingstag zu Aufnahme und Schutz aufgerufen: „Niemand darf sich von denen abwenden, die Schutz und Sicherheit suchen. Ich fordere zudem alle auf, diejenigen aufzunehmen, die Opfer von Verfolgung sind, damit sie in Frieden und Würde leben und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können", sagte der Papst diesen Sonntag nach seinem Mittagsgebet.

Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt

Anlass war der Weltlfüchtlingstag der Vereinten Nationen, der immer am 20. Juni begangen wird. Der Papst erinnerte in dem Zusammenhang auch an den 75. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention, „die ins Leben gerufen wurde, um diejenigen zu schützen, die verfolgt werden und gezwungen sind, ihre Heimat, ihr Zuhause und ihre Familie zu verlassen." Das katholische Kirchenoberhaupt mahnte eine Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention an:

„Ich hoffe, dass der Geist, der die Ausarbeitung dieses wichtigen internationalen Instruments beseelte, auch heute noch das Gewissen der Verantwortlichen der Nationen erleuchtet."

Im Jahr 2026 jährt sich die Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention zum 75 Mal. Sie bietet Millionen Menschen Schutz. Der „Global Trends Report 2025“ des UNHCR, des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, schätzt, dass 117,8 Millionen Menschen – weltweit jeder 70. – aufgrund von Konflikten, Gewalt und Verfolgung zur Flucht gezwungen wurden. Davon sind 38 Prozent Kinder.

„Hoffe, dass der Geist, der die Ausarbeitung dieses wichtigen internationalen Instruments beseelte, auch heute noch das Gewissen der Verantwortlichen der Nationen erleuchtet“

Gebete für Opfer eines Unfalls in Brasilien

Papst Leo XIV. gedachte nach seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz auf Portugiesisch auch den Opfern eines Verkehrsunfalls in Brasilien, bei dem sieben Jugendliche starben. 

„Ich wende mich an die Pilger aus Brasilien und versichere ihnen, dass ich für die jungen Menschen bete, die vor einigen Tagen bei einem Verkehrsunfall im Bundesstaat Ceará ums Leben gekommen sind."

(vatican news - sst) 

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21. Juni 2026, 12:31