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Papst Leo XIV. beim Angelus am 21.6.2026 Papst Leo XIV. beim Angelus am 21.6.2026

Papst: Die Botschaft der Liebe und des Friedens weitergeben

Beim Angelusgebet am 12. Sonntag im Jahreskreis hat Papst Leo zu einem mutigen Glaubenszeugnis aufgerufen. Auf dem Petersplatz erinnerte das Kirchenoberhaupt daran, dass Christen angesichts von Gleichgültigkeit, Ablehnung und Verfolgung gerufen seien, ihren Glauben authentisch, mutig und voller Hoffnung zu bezeugen.

Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt

Mit Blick auf das Tagesevangelium (Mt 10,26–33) hat Papst Leo diesen Sonntag dazu aufgerufen, den Glauben aus einer tiefen persönlichen Beziehung zu Jesus Christus heraus zu leben und zu bezeugen. Im Mittelpunkt seiner Betrachtung stand die Ermahnung Jesu an die Jünger, die er zur Mission aussandte: „Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern.“

Die Botschaft Jesu tief im Herzen vernehmen

Der Papst erklärte, dass diese Worte eine enge Verbindung herstellten zwischen dem inneren Hören auf Gottes Stimme und der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums. Wer die Botschaft Jesu weitergeben wolle, müsse sie zunächst „tief im Herzen vernehmen“.

„Die Kraft des Apostolats beruht nämlich – jenseits von Techniken und Mitteln – auf dem Wirken des Heiligen Geistes in uns und auf der Wahrhaftigkeit unserer Antwort,“ betonte der Papst mit Verweis auf den heiligen Thomas von Aquin, der die Aufgabe der Verkündigung beschrieb als „Weitergabe dessen, was wir betrachtet haben“.

Im Alltag Momente der Stille finden, um Gott zu begegnen

Kontemplation sei jedoch keineswegs nur „einigen Heiligen oder Mönchen und Einsiedlern“ vorbehalten, so der Pontifex weiter. Jeder Christ könne im Alltag Momente der Stille finden, um Gott zu begegnen, seine Freuden und Sorgen vor ihn zu tragen und das eigene Leben im Licht des Evangeliums zu betrachten.

„Das macht uns immer mehr zu Männern und Frauen, die fähig sind, das Licht des Evangeliums in jedem Umfeld und in jeder Lebenssituation widerzuspiegeln und es auch dort zu bezeugen, wo sein Wert nicht verstanden oder akzeptiert wird“

„Das macht uns immer mehr zu Menschen mit einem festen und bewussten Glauben und damit zu glaubwürdigen und freien Aposteln – zu Männern und Frauen, die fähig sind, das Licht des Evangeliums in jedem Umfeld und in jeder Lebenssituation widerzuspiegeln und es auch dort zu bezeugen, wo sein Wert nicht verstanden oder akzeptiert wird,“ stellte Leo XIV. fest.

Auf Hass mit Liebe antworten

Der Pontifex erinnerte daran, dass bereits die ersten christlichen Gemeinden mit Widerständen und Verfolgungen konfrontiert waren. Der Evangelist Matthäus habe sein Evangelium an Gemeinschaften geschrieben, die unter Anfeindungen litten und immer wieder Gefahr liefen, sich von Angst und Entmutigung überwältigen zu lassen. Ähnliche Erfahrungen machten auch heute noch viele Christen in verschiedenen Teilen der Welt.

Abschließend stellte der Papst fest:

„Heute wie damals ist es eine Herausforderung, den Lehren Jesu treu zu bleiben und sein Wort zu verkünden: auf Hass mit Liebe zu antworten, auf Überheblichkeit mit Sanftmut und auf Entmutigung mit Beharrlichkeit. Deshalb müssen wir die Wurzeln unseres Glaubens und unserer Sendung in einer innigen Beziehung zu ihm verankern. Das gibt uns die Kraft, nicht aufzugeben und weiterhin allen Menschen unter allen Umständen seine Botschaft der Hoffnung, der Liebe und des Friedens weiterzugeben. Die Welt hat sie sehr nötig!“

(vaticannews – skr)

 

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21. Juni 2026, 12:26