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Israelische Militärfahrzeuge im besetzten Wesstjordanland Israelische Militärfahrzeuge im besetzten Wesstjordanland   (AFP or licensors)

Leo XIV. ruft in Nahost zu Dialog und politischer Lösung auf

Papst Leo XIV. hat neuerlich zu einem Ende der Gewalt im Nahen Osten und zur Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen aufgerufen. Nach dem Angelusgebet am Sonntag in Castel Gandolfo zeigte sich das Kirchenoberhaupt besonders besorgt über die Lage im Westjordanland und im Gazastreifen, wo zuletzt zahlreiche Zivilisten Opfer der anhaltenden Gewalt geworden seien.



„Ich appelliere eindringlich an alle Beteiligten, zu Verhandlungen über eine gerechte politische Lösung zurückzukehren, die auf der gleichen Würde und den gleichen Rechten aller Menschen beruht“, so der Papst. „Neue Militäraktionen und einseitige Entscheidungen“ seien abzulehnen, „insbesondere solche, die den Respekt vor und den Status quo der heiligen Stätten aller Religionen verletzen“.

„Aus tiefstem Herzen appelliere ich an alle Beteiligten, die Angriffe einzustellen“

Mit Blick auf die gesamte Region forderte Leo XIV. alle Konfliktparteien auf, Angriffe einzustellen und dringend wieder Raum für Diplomatie und Gespräche zu schaffen. Die militärische Eskalation treffe die Zivilbevölkerung schwer; vielerorts fehle es auch an Trinkwasser und Strom. „Aus tiefstem Herzen appelliere ich an alle Beteiligten, die Angriffe einzustellen und dringend den Dialog und die Diplomatie wieder aufzunehmen, um so schnell wie möglich den so ersehnten Frieden für die gesamte Region zu erreichen.“

Nach diesem Appell an die politisch Verantwortlichen rief Leo zum Gebet „für alle Völker der Welt“ auf, die unter Krieg leiden. „Möge der Herr die Herzen der Verantwortlichen berühren und ihren Verstand erleuchten, damit Versöhnung und Frieden bald erreicht werden können.“

Zugleich erinnerte der Papst an den neu seliggesprochenen maronitischen Patriarchen Elia Hoayek (1843-1931) und verband damit die Hoffnung auf Frieden für den Libanon. Der Patriarch sei „eine leuchtende kirchliche, soziale und politische Führungspersönlichkeit“ gewesen und habe die maronitische Kirche im Libanon über dreißig Jahre lang mit Engagement und seelsorgerischer Feinfühligkeit geleitet.

(vatican news – gs)

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26. Juli 2026, 12:46