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Leo am Montag zu Besuch in Montecassino Leo am Montag zu Besuch in Montecassino  (@Vatican Media)

Abt von Montecassino: „Es war völlig unerwartet“

Es hält den Papst während seines Urlaubs nicht in Castel Gandolfo. Am Montag machte er, wie am Abend bekannt wurde, einen Ausflug nach Montecassino.

 

Dort besuchte er das Mutterkloster des Benediktinerordens, das der hl. Benedikt von Nursia im Jahr 529 auf einem Berg zwischen Rom und Neapel gegründet hat, und betete um Frieden.

„Es war ein völlig unerwartetes Geschenk“, sagt uns der Abt des Klosters, Antonio Luca Fallica. „Der Besuch war rein privater Natur, weshalb wir um äußerste Diskretion gebeten worden waren. Er wurde uns dann tatsächlich erst am Morgen bestätigt, so dass ich auch die Gemeinschaft erst wenige Stunden vor der Ankunft des Heiligen Vaters informieren konnte.“

Ín der Abteikirche
Ín der Abteikirche   (@Vatican Media)
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Gebet und Mittagessen

Die Visite selbst sei dann in „großer Einfachheit und Vertrautheit“ abgelaufen. Der Papst traf sich zunächst kurz mit den Benediktinern, dann besichtigte er die Abtei und begrüßte auch die Gäste und Touristen, die gerade hier oben unterwegs waren.

„Danach hatten wir einen gemeinsamen Gebetsmoment; wir haben gemeinsam das Stundengebet gebetet. Darauf folgte ein Mittagessen mit der Gemeinschaft; und nachdem er das Archiv und die Bibliothek besichtigt hatte, ist der Papst wieder abgereist. Es war wirklich eine sehr, sehr schöne Erfahrung. Ich glaube, der Papst hat sich gefreut, diesen Ort besuchen zu können, an dem er vor vielen Jahren schon einmal gewesen war – und zwar in seiner Zeit als Student in Rom.“


Leo war zuletzt vor Jahrzehnten als Student hier oben

Es wird also in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts gewesen sein, dass Robert Francis Prevost, heute Papst Leo, zuletzt auf dem Montecassino war. Am Grab des Mönchsvaters Benedikt verweilte Leo XIV. einen Moment im Gebet – an derselben Stelle, an der 1964 Papst Paul VI. gebetet hatte, bevor er die Abteikirche neu einweihte. Diese war nämlich bei einem alliierten Bombardement 1944 vollständig zerstört und nach dem Krieg wiederaufgebaut worden. Von der Schlacht vom Montecassino zeugen bis heute die Gräber von über tausend polnischen Soldaten am Abhang des Bergs.

„Und bei dieser Gelegenheit hatte Paul VI. 1964 den heiligen Benedikt zum Patron Europas erklärt und ihn – so lautete der Titel des entsprechenden Breve – als Pacis Nuntius, also als Zeugen und Verkünder des Friedens, bezeichnet. In diesem Sinn ist also Leo XIV. wie damals Paul VI. und zwei seiner Nachfolger als Pilger des Friedens nach Montecassino aufgestiegen, um am Grab des hl. Benedikt um Frieden zu beten. Leo hat auch die Lampe entzündet, die damals Paul VI. mitgebracht hatte – eine Lampe des Friedens.“

  (@Vatican Media)


Großes Thema Frieden

Nächstes Jahr wird die Gemeinschaft vom Montecassino den 1500. Jahrestag der Gründung der Abtei begehen. Der Weg zu diesem Jubiläum ist, wie uns der Abt berichtet, von Themen gepflastert. „Das erste Thema war eben der Frieden, darauf folgt in diesem Jahr das Thema des Lichts, dann wird es das Thema der geschwisterlichen Gemeinschaft geben und schließlich die Hoffnung. Also, gerade in diesem Jahr haben wir besonders um Frieden gebetet und haben auch einen Friedenspreis ins Leben gerufen: Pacis Nuntius. Er wurde an Kardinal Pizzaballa als Zeugen des Friedens im Heiligen Land verliehen.“

Wer auch immer die Abtei von Montecassino betritt, dem fällt die große Inschrift auf dem Eingangstor auf: Pax – Friede. „Und ich sage immer, dass diese Inschrift einerseits diejenigen, die nach Montecassino hinaufsteigen, in Frieden empfängt, aber andererseits auch zu einem Auftrag wird, den wir all jenen mit auf den Weg geben, die nach Montecassino kommen und dann wieder abreisen: nicht nur eine Botschaft des Friedens zu empfangen, sondern dort, wo sie leben, zu Zeugen und Verkündern des Friedens zu werden und das Thema Frieden auch im Gebet und in der Fürbitte zu leben.“

(vatican news – sk)

Am Grab des hl. Benedikt
Am Grab des hl. Benedikt

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21. Juli 2026, 10:52