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Papst an Portugals Jugend: Die Begeisterung eures Glaubens ist ansteckend!

Der Durst nach Wahrheit, der Hunger nach Gerechtigkeit und die Weigerung, sich mit vergänglichen Werten zufrieden zu geben: diese besonderen Charismen der neuen Generationen hebt Papst Leo XIV. in einer Videobotschaft zur Veranstaltung „Rejoice“ – dem Nationalen Jugendtag in Lamego, Portugal – hervor. Die Botschaft wurde in der Nacht auf Sonntag (26. Juli 2026) veröffentlicht.

 

Edoardo Giribaldi und Christine Seuss – Vatikanstadt

Unruhe als Antrieb, nicht als Hemmnis: Das ist die Botschaft, die Papst Leo XIV. für die Teilnehmer des zweiten „Rejoice“-Treffens – des Nationalen Jugendtages – im Gepäck hat. Übermittelt wurde die Nähe des Papstes in einer Videobotschaft, die in der Nacht auf Sonntag veröffentlicht wurde. Darin spricht er eine Einladung aus, die Werte der Jugend wiederzuentdecken: die kompromisslose Suche nach der Wahrheit, die Nächstenliebe, die Gerechtigkeit und die Schönheit, die ihre Fülle in Gott findet, „so alt und doch so neu“.

Gemeinsam im Glauben wachsen

Die Jugendlichen ermuntert er mit Blick auf das Motto des aktuellen Zusammenseins, „Freut euch im Herrn“ (Phil 4,4), Freude zu empfinden und davon Zeugnis abzulegen, in Lamego und überall, wo sie sich befinden, in Familien, Schulen, Pfarreien und Gruppen, auch mit ihren Begleitern im Glauben:

„Freut euch mit ihnen, die euch helfen, im Glauben zu wachsen und die Türen eures Herzens für Christus, den Weg, die Wahrheit und das Leben, zu öffnen.“

„In illo uno unum“

Er habe „mit Freude erfahren“, dass es den Jugendlichen ein Anliegen sei, „die Flamme des Weltjugendtags 2023 am Leben zu erhalten“, so der Papst in Erinnerung an die „herrlichen und glücklichen“ Tage des Weltjugendtags 2023 in Lissabon – „wegen der Eintracht unter allen, wegen der Harmonie zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen, aber vor allem wegen der intensiven Begegnung mit dem Herrn Jesus und wegen der Erfahrung der Wunder, die der lebendige Christus vollbringt, wenn wir uns in seinem Namen versammeln“:

„Er ist bei uns, und er ist der Grund unserer Freude! Er ist der Grund unserer Einheit. In illo uno unum: ,So sind wir, die vielen, ein Leib in Christus‘ (Röm 12,5).“

Durst nach Wahrheit mit aufrichtigem Herzen

Das, was die Teilnehmer in Lissabon erlebt hatten, habe er auch kürzlich in Rom, beim Jubiläum der Jugend, und in Spanien spüren können, so der Papst im Gedenken an die Vigil auf der Plaza de Lima in Madrid und im Stadion „Lluís Companys“ in Barcelona. Erfahrungen, die, wie Leo betont, den Glauben stärken und die Hoffnung nähren.

„Es ist immer etwas Besonderes, mit jungen Menschen zusammen zu sein, denn die Begeisterung eures Glaubens ist ansteckend! Die Liebe, die ihr Christus entgegenbringt, ist tröstlich! Es ist wunderbar, in unserer Zeit junge Menschen – wie euch! – zu sehen, die voller Glauben sind und keine Angst haben, das zu bekennen. Es ist schön zu sehen, dass ihr einen tiefen Durst nach der Wahrheit habt und dass ihr sie mit aufrichtigem Herzen sucht. Es ist schön zu sehen, dass ihr nach Gerechtigkeit und Nächstenliebe hungert und euch nicht mit vergänglichen Werten zufrieden gebt. Es ist schön zu beobachten, dass ihr die Schönheit liebt, insbesondere jene Schönheit, die so alt und doch so neu ist: unseren Gott, der uns in der Tiefe unseres Seins erwartet.“

„Hört niemals auf zu träumen“

Unter den Merkmalen, die die neuen Generationen verbinden, geht Leo XIV. dann auf die innere Unruhe ein, die man nicht als Hindernis, sondern als Ressource betrachten sollte:

„Habt keine Angst vor der Unruhe, die ihr in euch tragt! Nutzt ihren Antrieb, um Christus noch näher zu kommen und die Werte des Evangeliums zu bezeugen. Fest verankert im Wort Jesu, indem ihr täglich das Evangelium lest, hört niemals auf, von einem Land zu träumen, in dem Frieden und Brüderlichkeit herrschen, die Welt mit Staunen zu betrachten und der Zukunft mit dem Licht der Hoffnung entgegenzusehen. Liebe junge Menschen, lasst euch von nichts und niemandem die Hoffnung rauben!“

Der Ruf zur Heiligkeit

Gerade aus der Unruhe, so bemerkt der Papst, können der Dialog mit Gott und die entscheidenden Fragen des Lebens entstehen: „Was willst du, dass ich in der Kirche und in der Welt tue? Was ist meine Berufung? Rufst du mich dazu auf, in der Ehe eine Familie zu gründen? Oder rufst du mich zum priesterlichen Leben? Oder zum Ordensleben?“ Fragen, die von Zweifeln begleitet sind, aber von einer Gewissheit getragen werden:

„Gott ruft uns immer dazu auf, heilig zu sein, und die Heiligen sind zutiefst menschlich. Seid also menschlich wie Christus, und ihr werdet diese Welt sicherlich zum Besseren verändern.“

Auf Wiedersehen in Seoul

Abschließend lädt der Papst alle jungen Menschen nach Seoul in Südkorea ein, wo schon die Vorbereitungen für den nächsten Weltjugendtag auf Hochtouren laufen, der im August 2027 stattfinden wird.

Das nationale Jugendtreffen, das am Sonntag zu Ende geht, wurde am Donnerstag in der portugiesischen Stadt Lamego eröffnet. Für die Organisation zuständig sind die Diözesanabteilung für Jugendpastoral vor Ort und das nationale Büro für Jugendpastoral der Portugiesischen Bischofskonferenz.

(vatican news)

 

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26. Juli 2026, 00:00