Papst an Medjugorje-Jugendtreffen: Gebet wiederentdecken
Die von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnete Papstbotschaft wurde anlässlich der Eröffnungsmesse des Mladifestes in Medjugorje verlesen und auf der Homepage der Wallfahrtsstätte im Internet veröffentlicht. Erzbischof Aldo Cavalli, der Apostolische Visitator mit Sonderauftrag für die Pfarrei Medjugorje, trug sie bei der Messe vor.
Zurück zur Quelle
Papst Leo ermutigt die jungen Gläubigen darin, zur Quelle des Glaubens, Jesus Christus, zurückzukehren. Die „Schönheit der persönlichen Begegnung mit dem Herrn, die jedes Herz stillt und die Kraft schenkt, immer wieder neu anzufangen“, könne durch Gebet, das Hören auf das Wort Gottes und die Sakramente wiederentdeckt werden, heißt es in der Botschaft.
Die jungen Leute sollten „aufrichtig nach der Wahrheit suchen, die frei macht, ohne sich von den Illusionen eines vergänglichen Glücks verführen zu lassen“, heißt es weiter. „In der Nachfolge Jesu kann nämlich jeder auch die schwierigsten Fragen und die Unruhe des Herzens als Gelegenheit zur Unterscheidung und zum Wachstum im Glauben annehmen.“
Unterscheidung und Wachstum im Glauben
Leo XIV. rief die Gläubigen dazu auf, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen und sich der Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, anzuvertrauen. Sie sollten so zu „leuchtenden Zeugen des Evangeliums, Förderern der Geschwisterlichkeit und Friedensstiftern in der Gesellschaft“ werden, so der Papst, der den Teilnehmern des Festivals seinen Segen erteilte.
Das diesjährige Mladifest findet vom 1.-6. August statt. Das katholische Gebetstreffen wurde 1989 ins Leben gerufen und zieht seither jährlich zehntausende Jugendliche aus aller Welt an. Es gilt als eine der größten regelmäßigen Jugendveranstaltungen in der katholischen Kirche. Geboten wird den jungen Pilgern ein umfangreiches spirituelles Programm mit Gottesdiensten, Gebet, Vorträgen, Prozessionen, Anbetung, Musik und künstlerischen Darbietungen.
Positive seelsorgerische Effekte
Im Jahr 2024 anerkannte der Vatikan die spirituellen Phänomene in Medjugorje als Marienverehrung und hob die positiven seelsorgerischen Effekte hervor, die mit dem Ort verbunden seien. In der Note mit dem Titel „Die Königin des Friedens“ riet der Vatikan zugleich zu einer differenzierten Betrachtung und verdeutlichte, dass die Botschaften nicht als lehramtliche Inhalte gelten könnten und ihre Deutung im Kontext des Evangeliums erfolgen müsse. Zur Echtheit der Erscheinung bezog der Vatikan damit keine Stellung.
(vatican news – pr)
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