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Der Nuntius in Ruanda verliest den vom Kardinal Parolin unterzeichneten Gruß des Papstes an die Teilnehmer des Signis-Weltkongresses in Kigali Der Nuntius in Ruanda verliest den vom Kardinal Parolin unterzeichneten Gruß des Papstes an die Teilnehmer des Signis-Weltkongresses in Kigali 

Papst: Kommunikation soll durch Wahrheit und Würde geprägt sein

Medienschaffende sollen „eine Kultur fördern, die die Werte der Einheit, des Friedens und des Umweltschutzes beinhalten“. Dazu ruft Papst Leo XIV. die Teilnehmer des Weltkongresses des katholischen Kommunikationsnetzwerkes SIGNIS auf, die derzeit in Kigali (Ruanda) tagen. Die Botschaft ist von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnet.

Mario Galgano und Salvatore Cernuzio – Vatikanstadt

Die beiden Werte „Wahrheit und menschliche Würde“ seien zwei Prinzipien, die als Richtschnur für Medienschaffende gelten sollten, so Papst Leo XIV. in seiner Botschaft. Vom 3. bis 8. August findet erstmals auf afrikanischem Territorium das jährliche Treffen des katholischen Verbandes SIGNIS statt, an dem katholische Medienschaffende teilnehmen. In der Hauptstadt Ruandas nehmen über 300 Journalisten und Kommunikatoren aus etwa 100 Ländern an den Gesprächen teil. Thema des Treffens ist die Bedeutung der digitalen Kommunikation, um die kulturelle Harmonie und das Wohlbefinden zu fördern. Es geht bei der Konferenz um den ethischen Umgang mit den digitalen Technologien und mit der Künstlichen Intelligenz. Dazu werde bei den Gesprächen auch die Enzyklika von Leo XIV. „Magnifica humanitas“ eine Rolle spielen, so die Organisatoren des Treffens.

Nicht nur Informationen weiterleiten

Online zu kommunizieren bedeute heute nicht einfach nur „Informationen weiterzureichen“, so der Papst. Vielmehr werde durch das Internet „eine Kultur geschaffen, weil es die Macht hat, wie die Menschen die Welt wahrnehmen“. Die Konsequenz davon sein, dass „das kollektive Bewusstsein dadurch tiefgreifend beeinflusst werden kann“. Deshalb sei es wichtig, so das katholische Kirchenoberhaupt weiter, dass bei einer Konferenz wie jener in Kigali, „Strategien und Werkzeuge genannt werden, die Suche nach der Wahrheit und die Förderung der Menschenwürde stärken“. Und so könnte „eine Kultur entstehen, die Werte des Evangeliums beinhaltet“. Diese Werte seien jene der Einheit, des Friedens und des Schutzes der Umwelt, hob Leo XIV. hervor.

Das Logo der Konferenz in Kigali
Das Logo der Konferenz in Kigali

Nachdem die Botschaft des Papstes verlesen worden war, zeigten die Organisatoren der Konferenz eine Videobotschaft des Präfekten des vatikanischen Kommunikationsdikasteriums. Paolo Ruffini hob in seinem Beitrag hervor, dass auch durch die neuen Technologien die alte Regel gilt: Kommunikation entsteht nicht durch technische Mittel, sondern durch die Menschen, die miteinander in Kontakt treten. Heutzutage gebe es „sehr mächtige“ Technologien, doch gleichzeitig sei die Menschheit durch die Kriege, Polarisierungen und Desinformation sehr geschwächt. Auch leide die Menschheit „durch den Virus der Isolierung, der Fragmentierung und der falschen Intimität“, fügte Ruffini an. Ein „Like“ sei nicht dasselbe wie ein Lächeln, hob er hervor.

„Ein „Like“ ist nicht dasselbe wie ein Lächeln.“

Der Katholische Weltverband für Kommunikation (SIGNIS) ist eine kirchliche Vereinigung von Gläubigen und Medienorganisationen in der römisch-katholischen Kirche. Er wurde 2001 gegründet und vom Päpstlichen Rat für die Laien in deren Register aufgenommen. Zum Weltverband zählen 126 Organisationen aus 122 Ländern.

(vatican news)

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04. August 2026, 13:13