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Ouellet auf der lateinamerikanischen Kirchenversammlung Ouellet auf der lateinamerikanischen Kirchenversammlung  (Comunicaciones CELAM)

Kardinal Ouellet schließt Weihe von Frauen aus

Der Präfekt der Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, spricht sich für eine „sehr tiefgreifende“ Reform der Kirche aus. Dazu gehört aus seiner Sicht aber „nicht der Zugang von Frauen zum Weiheamt“.

Das sagte der aus Kanada stammende Kurienkardinal bei der lateinamerikanischen Kirchenversammlung in Mexiko-Stadt, die am Wochenende zu Ende ging und an der er als Vertreter von Papst Franziskus teilnahm. Ouellet bezog sich auf die Arbeiten einer von Papst Franziskus eingesetzten Kommission über Frauen und Weiheämter. Wörtlich sagte er: „Es gibt aus lehrmäßiger Sicht keine Schlussfolgerung, die diese Tür öffnen würde.“

Gleichwohl gelte es „die den Frauen eigenen Charismen zu stärken“, so Kardinal Ouellet, der auch die Päpstliche Kommission für Lateinamerika leitet. „Der Weg, dem wir folgen sollten, besteht aber nicht darin, Männer und Frauen exakt auf dasselbe Niveau zu stellen, was Dienste betrifft“. Das begründete er damit, dass „sakramentale Rollen“ eine wichtige „Symbolik“ besäßen.

„Semantisch-symbolische Kohärenz“

„Christus ist ein Mann, und die Kirche ist weiblich. Der Priester, der Christus repräsentiert, muss in semantisch-symbolischer Kohärenz mit ihm stehen. Darum ist der Dienst, der Christus als Bräutigam (der Kirche) repräsentiert, einem Mann vorbehalten.“

Kardinal Ouellet forderte allerdings dazu auf, „Frauen in der Kirche Raum und Möglichkeiten zu geben und auf sie zu hören“. Sie seien nicht nur „außergewöhnliche Katechetinnen“, sondern könnten in Bistümern und Pfarreien durchaus wichtige Ämter übernehmen. „Die Charismen der Frauen sind vielfältig, und wir müssen zu einer konkreten Anerkennung finden.“ Eine Weihe für Frauen sei allerdings „der falsche Weg“.

(vida nueva – sk)
 

30 November 2021, 12:15