2023.10.17 CODIGO DE DIREITO CANONICO

Neue Kommission soll Ostkirchenrecht weiterentwickeln

Das vatikanische Synodensekretariat hat eine neue Kommission eingesetzt, die das Gesetzbuch der katholischen Ostkirchen überarbeiten soll. Hintergrund für die Revision ist der synodale Prozess, heißt es in einer Mitteilung der Vatikaneinrichtung von diesem Freitag.

Die mit dem ,Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium' (CCEO) befasste Kommission ist an diesem Freitag erstmals im Vatikan zusammengetreten. Sie ergänzt die Arbeit der Kanonistischen Kommission, die im Dezember 2023 eingesetzt worden war. Diese hatte bereits Reformforschläge erarbeitet, ihr Schwerpunkt lag jedoch vor allem auf dem Kodex des kanonischen Rechts der lateinischen Kirche.

Mit der zusätzlichen Kommission werde zugleich einer wiederholt geäußerten Bitte verschiedener Oberhäupter der Kirchen sui iuris entsprochen, heißt es in der Erklärung weiter. Mitglieder der Kommission sind orientalische Kanonisten, die aus dem Kreis der Konsultoren des Dikasteriums für die Gesetzestexte und des Dikasteriums für die Orientalischen Kirchen ausgewählt wurden. So soll auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Dikasterien im Dienst an den Ortskirchen gefördert werden.

Vorschläge erbeten

Die Kommission versteht sich als „Umsetzungskommission“ der Impulse aus dem synodalen Prozess – insbesondere aus der Zusammenfassung (2023) und dem Schlussdokument (2024) der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode. Im „syonodalen Geist der Anfangsphase“ lädt der Generalsekretär der Synode, Kardinal Mario Grech, Kirchen sui iuris, Bischofskonferenzen, katholische Universitäten sowie interessierte Institutionen oder Einzelpersonen ein, ihre Beiträge bis zum 15. April 2026 an das Generalsekretariat der Synode zu senden.

(vatican news – bp)

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20. Februar 2026, 10:53