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Menschen in der Sahel-Zone Menschen in der Sahel-Zone  (AFP or licensors)

Papst Leo XIV. stärkt die Hilfe für die Sahelzone

Mit einem neuen Statut verleiht Papst Leo XIV. der „Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone“ eine erneuerte rechtliche Grundlage. Die Reform zielt darauf ab, die Hilfe für die von Dürre und Hunger geplagten Menschen in Westafrika effizienter zu gestalten und die Stiftung enger mit den Ortskirchen zu verzahnen.

Durch ein an diesem Donnerstag veröffentlichtes Reskript hat das katholische Kirchenoberhaupt die überarbeiteten Statuten der 1984 gegründeten Stiftung offiziell genehmigt. Diese Entscheidung folgte auf eine Audienz für Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am 29. Januar. Die Neuerung passt die Rechtsstellung der Stiftung an die aktuellen Normen für die Kurie und die Vermögensverwaltung des Apostolischen Stuhls an.

Eine Vision gegen den Hunger

Die Wurzeln der Stiftung liegen im Jahr 1980, als der damalige Papst Johannes Paul II. in Burkina Faso einen flammenden Appell an die Welt richtete. Er wollte die „Stimme derer sein, die keine Stimme haben“ – jener Mütter und Väter, die ihre Kinder durch Wassermangel und Hunger sterben sahen. 1984 wurde die Stiftung als dauerhaftes Zeichen dieser Solidarität ins Leben gerufen.

Heute umfasst die Stiftung neun Länder: Burkina Faso, Kap Verde, Gambia, Guinea-Bissau, Mali, Mauretanien, Niger, Senegal und den Tschad. Ihr Ziel ist die Bekämpfung der Wüstenbildung (Desertifikation) und die Unterstützung der Opfer von Dürrekatastrophen.

Johannes Paul II. bei einer Reise nach Afrika
Johannes Paul II. bei einer Reise nach Afrika

Flexibilität und lokale Expertise

Das Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen betonte in einer Note, dass der neue Statut das Ergebnis eines langen Reformprozesses sei. Besonders hervorzuheben ist die Ernennung des päpstlichen Delegierten, Bischof Florent Hassa Koné aus Mali, der diesen Prozess bereits seit Ende 2024 begleitet.

Die Reform soll die Stiftung „näher an die Ortskirche bringen“. Anstatt starrer bürokratischer Strukturen setze man nun auf Flexibilität, um schneller auf die Herausforderungen vor Ort reagieren zu können. Ein Kernpunkt bleibt die Ausbildung von lokalem Fachpersonal in Bereichen wie Landwirtschaftliche und ökonomische Entwicklung; Gesundheitswesen und soziale Versorgung sowie Umweltschutz und technische Innovation

Weltweite Solidarität der Katholiken

Finanziert wird die Arbeit der Stiftung maßgeblich durch Kollekten. Damit bleibt die Stiftung ein Instrument der „ganzheitlichen menschlichen Entwicklung“, die keine Unterschiede aufgrund der Herkunft oder Religion macht.

Mitte Februar wird der Verwaltungsrat der Stiftung in Dakar (Senegal) zusammenkommen, um die ersten konkreten Projekte unter dem neuen Statut zu koordinieren und die Weichen für die zukünftige Arbeit in einer der fragilsten Regionen der Erde zu stellen.

(vatican news)

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05. Februar 2026, 12:34