Das Zusammentreffen mit der dreiköpfigen Staatsspitze bestehend aus dem derzeitigen Vorsitzenden Željko Komšić sowie Denis Bećirović und Željka Cvijanović mit Papst Leo XIV. Das Zusammentreffen mit der dreiköpfigen Staatsspitze bestehend aus dem derzeitigen Vorsitzenden Željko Komšić sowie Denis Bećirović und Željka Cvijanović mit Papst Leo XIV.  (@VATICAN MEDIA)

Dialog für den Frieden: Bosnische Staatsspitze zu Gast im Vatikan

Papst Leo XIV. hat am Montag das kollektive dreiköpfige Präsidium von Bosnien und Herzegowina zu einer Audienz im Apostolischen Palast empfangen. Im Zentrum der Gespräche im Vatikan standen die zerbrechliche Stabilität auf dem Westbalken sowie die Auswirkungen der globalen Krisenherde in der Ukraine und im Nahen Osten auf die Region.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Nach der Begegnung mit dem Papst kam die Delegation – bestehend aus dem derzeitigen Vorsitzenden Željko Komšić sowie Denis Bećirović und Željka Cvijanović – zu weiteren diplomatischen Gesprächen mit Erzbischof Paul Richard Gallagher, dem vatikanischen Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, zusammen.

Fokus auf Inklusion und rechtliche Gleichheit

In der offiziellen Mitteilung des vatikanischen Pressesaals wurde der „herzliche Charakter“ der Gespräche hervorgehoben. Ein zentrales Thema war die Notwendigkeit eines „inklusiven und konstruktiven Dialogs“. Nur so könne die dauerhafte Stabilität des Landes sowie die „soziale und rechtliche Gleichstellung aller konstitutiven Völker“ gewährleistet werden.

Die Frage der Repräsentation und der Rechte der verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Bosniaken, Serben und Kroaten) führt innerhalb Bosniens immer wieder zu politischen Spannungen.

Besorgnis über regionale Sicherheit

Neben den internen Angelegenheiten Bosniens richteten die Gesprächspartner besondere Aufmerksamkeit auf die internationale Lage. Besorgt zeigten sich beide Seiten über die Sicherheit auf dem Westbalken, die durch die „Rückwirkungen der laufenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten“ gefährdet sein könnte.

(vatican news)

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09. März 2026, 15:24