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Bischofsweihe von Relwendé Kisito Ouédraogo unter Vorsitz von Kardinal Parolin Bischofsweihe von Relwendé Kisito Ouédraogo unter Vorsitz von Kardinal Parolin 

Parolin in Burkina Faso: Nuntius als Brücke und Stifter der Einheit

In einer feierlichen Zeremonie in der Marienwallfahrtsstätte von Yagma hat Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin an diesem Samstagmorgen den neuen apostolischen Nuntius Relwendé Kisito Ouédraogo zum Bischof geweiht. Vor zahlreichen Gläubigen und Vertretern aus Politik und Kirche betonte Parolin die Rolle des päpstlichen Diplomaten als „Bote der Wahrheit und des Lichts“ in einer von Spaltungen geprägten Zeit.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Die Weihe in der Basilika Notre-Dame von Yagma in Burkina Faso war von besonderer persönlicher Bedeutung: Der neue Erzbischof Ouédraogo, der selbst aus Burkina Faso stammt, war nämlich über viele Jahre der persönliche Sekretär von Kardinal Parolin im Vatikanischen Staatssekretariat. In seiner Predigt erinnerte der Kardinal an die gemeinsame intensive Arbeit in Rom, die Ouédraogo auf seine nun beginnende Mission in der Republik Kongo und in Gabun vorbereitet habe.

Gegen „falsche Propheten“ und Spaltung

Kardinal Parolin skizzierte ein anspruchsvolles Profil für das Amt des Nuntius. Inmitten von „Finsternis, Sünde und Lüge“ bestehe die Aufgabe darin, die Einheit der Kirche zu bewahren. Er warnte vor „falschen Propheten“, die aus Stolz zur Spaltung der Herde Christi beitragen würden. Ouédraogo solle stattdessen ein „Prediger der Wahrheit“ sein, der bereit ist, sein Leben nach dem Vorbild des Guten Hirten für seine Herde einzusetzen.

Brückenbauer unter dem Schatten Petri

Der Begriff des „Nuntius“ bedeute laut Parolin „Überbringer der Worte eines anderen“. In diesem Fall handle es sich um die Worte Christi im bischöflichen Dienst und die Worte des Papstes im diplomatischen Dienst. Der neue Erzbischof wurde dazu aufgerufen, Brücken und Beziehungen zu bauen, besonders dort, wo es am schwierigsten sei. Er solle auch Worte der Heilung und des Trostes im Namen des Papstes überbringen. Die Einheit zu wahren, indem er stets „sub umbra Petri“ (im Schatten Petri) in enger Gemeinschaft mit dem Nachfolger des Apostels Petrus agiere, sei ebenfalls wichtig, so Parolin.

Ein Motto aus den Worten Mariens

Erzbischof Ouédraogo wählte für sein Episkopat das Motto „Was er euch sagt, das tut“ (Joh 2,5) – jene Worte, die Maria bei der Hochzeit zu Kana sprach. Parolin bestärkte ihn darin, dieses Vertrauen auf den Willen Gottes als Quelle innerer Gelassenheit zu nutzen, auch wenn die diplomatische Mission im zentralen Afrika mit großen Herausforderungen verbunden sein werde.

Festliche Feier mit afrikanischen Wurzeln

Die Liturgie wurde durch traditionelle Gesänge und Tänze bereichert, was die tiefe Verwurzelung des neuen Bischofs in seiner Heimat Burkina Faso unterstrich. Neben Bischöfen aus Westafrika nahmen auch Delegationen aus dem Kongo und Gabun teil, um ihren neuen päpstlichen Botschafter willkommen zu heißen. Zum Abschluss vertraute Parolin den neuen Erzbischof dem Schutz der Gottesmutter und der Märtyrer von Uganda an – insbesondere dem heiligen Kisito, dessen Namen Ouédraogo trägt.

(vatican news)

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07. März 2026, 13:32