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Sitz der peruanischen Bischofskonferenz in Lima Sitz der peruanischen Bischofskonferenz in Lima 

Jordi Bertomeu: Im Mai in Lima Anhörung der Opfer des „Sodalicio“

Ein „Kanal des ersten Zuhörens“ für Opfer der peruanischen Laienbewegung Sodalicio soll demnächst am Sitz der Apostolischen Nuntiatur in Peru eingerichtet werden. Das hat Jordi Bertomeu Farnós, der als Apostolischer Kommissar mit dem Auflösungsprozess von Sodalitium Christianae Vitae (kurz „Sodalicio“) und weiterer Gesellschaften Apostolischen Lebens betraut wurde, mitgeteilt.

Neben dem Sodalicio sollte Jordi Bertomeu Farnó auch den Abwicklungsprozess der Fraternidad Mariana de la Reconciliación sowie der Gläubigenvereinigungen Siervas del Plan de Dios und des Movimiento de Vida Cristiana beaufsichtigen. Am 14. April 2025 wurde offiziell bekannt gegeben, dass der Vatikan die Gemeinschaft „Sodalitium Christianae Vitae“ (SVC) aufgelöst hatte: In dem Statement wurde auch tief empfundenes Bedauern über das Leid der Opfer sexuellen und psychischen Missbrauchs ausgedrückt, dem viele Mitglieder der Gesellschaft Apostolischen Lebens ausgesetzt waren. Wie der Apostolische Kommissar nun mitgeteilt hat, werde zwischen dem 4. und 22. Mai 2026 in Lima, am Sitz der Apostolischen Nuntiatur in Peru, ein „Kanal des ersten Zuhörens“ eingerichtet.

Dieser richte sich „an jene Personen, die sich als nicht angemessen entschädigte Opfer von körperlichem und/oder sexuellem Missbrauch“ sowie anderer Formen von Missbrauch (spirituell, Gewissen, Autorität, wirtschaftlicher Natur) betrachten, die Mitgliedern der sogenannten „Familia espiritual Sodálite“ zugeschrieben werden.

Prozess der Heilung und Anerkennung

Die Mitteilung des Päpstlichen Beauftragten Bertomeu wurde am Donnerstag, 2. April 2026, von der Peruanischen Bischofskonferenz verbreitet, die betonte, dass diese Erklärung „eine konkrete Maßnahme darstellt, um den Opfern wirksame Unterstützung zu bieten“ und „eine echte Möglichkeit eröffnet, den Weg zu einer gerechten und lange erwarteten Wiedergutmachung fortzusetzen: vollständige Anerkennung des verursachten Schadens, umfassende Unterstützung, angemessene Entschädigung und feste Garantien der Nichtwiederholung“.

Die Mitteilung des Apostolischen Kommissars – so schreiben die Bischöfe weiter – festige einen echten Prozess der Gerechtigkeit und Heilung: „Im Licht der erlösenden Botschaft Christi, des Herrn der Geschichte“, sei die Kirche heute aufgerufen, eine Botschaft der Versöhnung zu verkörpern, indem sie diejenigen in den Mittelpunkt stellt, die gelitten haben, und mit konkreten Maßnahmen auf ihren Ruf antwortet.

Jordi Bertomeu Farnós, Mitarbeiter des Dikasteriums für die Glaubenslehre, wurde am 14. April 2025 von Papst Franziskus zum Apostolischen Kommissar ernannt, gleichzeitig mit der Aufhebung des „Sodalicio“ nach Missbrauchs- und Korruptionsskandalen durch einige seiner einflussreichen Führungspersonen.

(vatican news/or - cs)

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03. April 2026, 14:21